Stadtentwässerung Nürnberg

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Untersuchung von Abwasser - Umweltanalytik Nürnberg   

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Grundlagen

Die Untersuchung von Abwasser und Klärschlamm ist ein Aufgabengebiet der Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg/Werkbereich Umweltanalytik. Durch die Untersuchungen lässt sich die Wirksamkeit der Abwasserreinigung und die Belastung der Gewässer ermitteln. Außerdem wird auch die Einhaltung der Schadstoff-Grenzwerte für eingeleitetes Industrieabwasser überwacht.

Klärwerke

Im Bereich der Klärwerke gibt es vier Untersuchungsgebiete:

Gesetzlich geforderte Untersuchungen dienen der Überwachung der Reinigungsprozesse in der Kläranlage. Das Ziel dieser sogenannten Eigenüberwachung ist auf den Nachweis der Einhaltung der Grenzwerte gerichtet.

Im Rahmen der Betriebsanalytik, die das Abwasser aus den verschiedenen Prozess-Stufen der Klärwerke untersucht, können die Betriebszustände ausgewertet und dokumentiert werden. Dies erlaubt einen Rückschluss auf die Wirksamkeit der Betriebsführung in den Klärwerken.

Bei der Prozessanalytik liefern On-Line-Messgeräte kontinuierliche Messergebnisse aus verschiedenen Verfahrensschritten der Abwasserreinigung. Damit können die Prozesse der Abwasserreinigung, wie zum Beispiel die Stickstoffentfernung aus dem Abwasser geregelt werden.

Die Untersuchung des Klärschlamms gehört ebenfalls zum Aufgabenbereich der Klärwerksüberwachung. Hier werden die Gehalte an Schwermetallen und organischen Schadstoffen ermittelt. Auch wenn der Klärschlamm nicht landwirtschaftlich verwertet wird, ist diese Überwachung dennoch sinnvoll: Sie gibt wichtige Hinweise auf die Entwicklung der Schadstoffbelastung im Nürnberger Abwasser.

 

Industrieabwasser

Zur Sicherstellung einer zuverlässigen Abwasserreinigung ist es erforderlich, die Konzentration von Schadstoffen im Abwasser zu begrenzen. In § 15 der Entwässerungssatzung sind deshalb Grenzwerte festgelegt, bis zu denen die Einleitung von Abwasser in die öffentliche Kanalisation zulässig ist. Die Industrieabwasserüberwachung kontrolliert die Einhaltung dieser Werte. Bei Industriebetrieben, in denen schadstoffhaltiges Abwasser entsteht, erfolgt die Entnahme von Abwasserproben an den Einleitungsstellen in unregelmäßigen Abständen und unangemeldet mehrmals im Jahr. Der § 17 der Entwässerungssatzung regelt die Häufigkeit der Untersuchungen. In rund 500 Betrieben werden insgesamt etwa 1 000 Proben im Jahr entnommen. An den Proben führt die Umweltanalytik rund 15 000 Einzelbestimmungen chemischer Parameter durch.

 

Gewässer

Auch die Untersuchung von Fließgewässern gehört zu den Aufgaben der Umweltanalytik. Damit werden die Auswirkungen der Abwassereinleitungen auf die Gewässer erfasst. Eine erste Untersuchung wurde bereits vor der Gründung der Chemischen Untersuchungsanstalt im Jahr 1877 durchgeführt. 1920 begannen regelmäßige Untersuchungen des Pegnitz- und Rednitzwassers.

Im Jahr 1998 konnten drei Fließgewässermessstationen in Betrieb gehen, die für eine kontinuierliche Erfassung von chemischen Parametern an Pegnitz, Rednitz und Regnitz sorgen. Die Messstationen wurden im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz obere Regnitz errichtet. Die Umweltanalytik Nürnberg betreut die Anlagen und führt die Untersuchungen durch.

Die biologische Gewässergüte, die ein langfristiges Zustandsbild der Gewässer zeigt, wird durch Untersuchungen der Wasserbehörden ermittelt. Für den Nürnberger Raum ist hier die Regierung von Mittelfranken zuständig.

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  •  Titelbild: © Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg