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Frauenbeauftragte unterstützt Forderung der Hebammen   


„Wir dürfen nicht zulassen, dass eine seit 20 Jahren hoch angesehene und bewährte Einrichtung wie das Schnieglinger Hebammenhaus, in dem Jahr für Jahr 80 Kinder ohne Stress in die Welt geholt werden, schließen muss“, erklärt Ida Hiller.

Etliche Nürnberger Hebammen stünden durch die steigenden Berufshaftpflicht- versicherungsbeiträge vor dem beruflichen Aus. „Die explodierenden Kosten an die Schwangeren weiterzugeben, würde bedeuten, eine Zwei-Klassen-Geburt zu begründen“, sagt Ida Hiller. „Hausgeburt nur für Wohlsituierte wollen die Hebammen nicht.“

Die BAG hat auf ihrer Konferenz Anfang Mai 2010 in Wuppertal einen Unterstützungsantrag an die Bundesregierung beschlossen, in dem gegen die unzumutbare Erhöhung der Versicherungsprämie für Berufshaftpflichtversicherung bei unzureichender Vergütung protestiert wird. Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen an die Versicherungen werden auf die Hebammen abgewälzt. Ab Juli 2010 soll die Prämie jährlich rund 3 700 Euro betragen. „Bei einem durchschnittlichen Jahresumsatz von rund 23 000 Euro und einem zu versteuernden Einkommen von etwa 14 000 Euro wird das für die bundesweit etwa 4 500 freischaffenden Hebammen existenzbedrohend“, erklärt die Nürnberger Frauenbeauftragte. „Damit ist keine flächendeckende Versorgung mit Geburtshilfe mehr möglich. Für Frauen entfällt die Wahlfreiheit, die angesichts zunehmender Kaiserschnitt-Geburten in Kliniken – inzwischen fast ein Drittel aller Geburten – durchaus Bedeutung hat.“

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