Eine sichere Möglichkeit, eine HIV-Infektion nachzuweisen, ist der sog. HIV-Test (oft auch als AIDS-Test bezeichnet). Dabei wird das Blut im Labor auf HIV-Antikörper untersucht (Antikörper = spezifische, jeweils gegen einen Erreger gerichtete Bluteiweiße). Antikörper werden gebildet, wenn eine Infektion stattgefunden hat. Sie sind jedoch erst 12 Wochen nach einer möglichen Infektion zuverlässig nachweisbar, das heißt, der HIV-Test kann keine Aussagen über die letzten 12 Wochen treffen.
Der HIV-Test kann von niedergelassenen Ärzten, zum Beispiel vom Hausarzt, durchgeführt werden, wobei die Kosten i.d.R. privat abgerechnet werden (zwischen 15 und 40 Euro). In allen Gesundheitsämtern besteht die Möglichkeit, diesen Test anonym und kostenlos durchführen zu lassen. Das Ergebnis Ihres HIV-Tests erhalten Sie nach 7 bis 10 Tagen. Ein negatives Testergebnis bedeutet, dass keine HIV-Antikörper im Blut nachgewiesen werden konnten, also keine Infektion mit dem HI-Virus stattgefunden hat. Wie bereits erwähnt, kann das Ergebnis jedoch keine Aussagen über die letzten 12 Wochen oder die Zukunft treffen.
Die Diagnose "HIV-positiv" heißt zunächst einmal, dass HIV-Antikörper im Blut nachgewiesen wurden, also eine Ansteckung mit dem Virus vorliegt. Diese Ansteckung ist nicht mit der Krankheit AIDS gleichzusetzen, es bedeutet aber, dass sich die Krankheit AIDS entwickeln kann. Zu welchem Zeitpunkt dies geschieht, und ob die Krankheit in allen Fällen ausbricht, ist nach heutigem Wissensstand nicht vorhersehbar.