Die Situation in Nürnberg. Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen geht bundesweit seit Beginn des Jahres weiter zurück und liegt nun im Bereich der Hintergrundaktivität. In Nürnberg gab es bis zur 2. Kalenderwoche 2010 1350 bestätigte Infektionen mit der Neuen Grippe. Zumeist sind Kinder und Jugendliche mit der Neuen Grippe infiziert.
Seit Montag, den 16. November wurde die Meldepflicht für Verdacht und Erkrankung für die Ärzte aufgehoben. Meldepflichtig ist jetzt nur noch der Tod eines Patienten infolge der Infektion mit H1N1. Das Meldeformular finden Sie am Ende der Seite unter weiterführende Informationen.
Weitere Zahlen für Bayern und die Bundesrepublik finden Sie hier:
Einige Fragen zur Schweine-Grippe werden immer wieder gestellt. Wir stellen Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten vor.
Empfehlungen zur Impfstoffdosierung (Stand 03.12. 2009/ PEI und RKI)
Die beobachtete hohe Immunogenität nach nur einer Impfung sowie die in aktuellen Studien beobachtete verstärkte Reaktogenität nach der zweiten Impfung bei Kindern (z.B. Fieber) legen gegenwärtig die Empfehlung nahe, dass bei allen Altersgruppen eine einmalige Dosis angemessen ist.
Daraus ergeben sich die folgenden Empfehlungen für die Impfstoffdosierung (Pandemrix):
Kinder von 6 Monaten bis 9 Jahre erhalten 1 halbe Erwachsenendosis (0,25 ml)
Personen ab 10 Jahre 1 ganze Erwachsenendosis (0,5 ml)
EINE ZWEITE IMPFUNG FÜR ÄLTERE PERSONEN IST NICHT ANGEZEIGT.
Alle Informationen zur Impfung beim Paul-Ehrlich Institut
Die Impfung wird durch die niedergelassenen Ärzte als Kassenleistung verabreicht. Die Ständige Impfkommission empfiehlt seit dem 03.12.2009 allen Bürgern, sich gegen H1N1 impfen zu lassen.
Die Länder haben den Impfstoff „Pandemrix“ eingekauft, der neben der eigentlichen Wirksubstanz (Impfantigen und Komponenten der Virusoberfläche) zusätzlich Wirkverstärker (Adjuvantien) enthält. Diese Wirkverstärker enthalten Polysorbat, hergestellt aus pflanzlichen Ausgangsstoffen und andere in der Natur vorkommende Stoffe wie Vitamin E und Squalen. Squalen kommt in vielen Nahrungsmitteln, z.B. pflanzlichen Ölen vor. Bei allen Stoffen handelt es sich um Sustanzen, die teilweise schon seit Jahrzehnten in der Arzneimittelherstellung verwendet werden und biologisch abbaubar sind.
Schwangere:
Das PEI und das RKI weisen darauf hin, dass nach einer individuellen Nutzen-Risiko-Analyse mit Einschätzung eines erhöhten Infektionsrisikos (aufgrund eigener Vorerkrankungen oder wegen erhöhter Infektionsgefährdung durch privaten oder beruflichen Kontakt) eine Impfung mit einem adjuvantierten Impfstoff indiziert sein kann. Die Impfung von Schwangeren mit Pandemrix ist unter Berücksichtigung von offiziellen Empfehlungen von der Zulassung abgedeckt.
Ab dem 14. Dezember kann der Impfstoff "CLS H1N1 Pandemie Influenza Vaccine", ein nicht adjuvantierter, konservierungsstofffreier Spaltimpfstoff über die Apotheken angefordert werden. Dieser Impfstoff wurde ausschließlich für die Impfung von schwangeren Frauen ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel eingekauft.
Alle Informationen über den Bezug des Impfstoffes für Schwangere und den Impfstoff selbst finden Ärzte im geschlossenen Bereich.
Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen? Wie bei anderen Impfstoffen auch kann es zu einer Rötung oder Verhärtung an der Impfstelle kommen. Kopfschmerzen, Muskel und Gelenkschmerzen, Fieber und Mattigkeit sind die häufigsten Nebenwirkungen.