Beim Bau des Tunnels unter dem Flugfeld wird ein Verfahren gewählt, beim dem das Grundwasser stark abgesenkt werden muss. Dies birgt nicht nur unkalkulierbare Risiken für Wald und Natur, sondern auch Auswirkungen auf die angrenzenden Häuser in Buchenbühl, Ziegelstein und Almoshof. Weiterhin würde die Nordanbindung eine Zerstückelung des Naherholungsgebietes Nürnberger Reichswald bedeuten und ist somit ein großer Einschnitt für die Bewohner/innen der Stadt Nürnberg. Auf einer Fläche von rund 388.000m² würden Bäume abgeholzt und eine erhebliche Lärmbelästigung der Ortsteile Buchenbühl, Neunhof und Kraftshof wäre die Folge. Darüber hinaus kostet der Ausbau etwa 60 Millionen Euro an Steuergeldern
Die bereits gute Anbindung an den Flughafen, die ökologischen Risiken, die der Ausbau mit sich bringt, die hohe Zahl der notwendigen Baumfällungen und die enorme Lärmbelästigung der Anwohner/innen sind gute Gründe keinen dritten Autobahnanschluss an den Flughafen zu bauen und dadurch eine Schneise durch den geschützten Bannwald zu schlagen, die eine Fällung von 30.000 Bäumen zur Folge hätte.
Ob die Nordanbindung tatsächlich gebaut wird, ist aber nicht nur eine rechtlich formale Frage, sondern auch eine politische. Um das vom Nürnberger Stadtrat im Februar 2010 mit Mehrheit beschlossene dreijährige Moratorium durchzusetzen, haben wir beantragt, dass die Stadt Nürnberg keine stadteigenen Grundstücke vor Ablauf des Moratoriums für den Bau der Straße zur Verfügung stellt. Der zuständige Bericht der Verwaltung bekräftigte diesen Antrag, sodass davon auszugehen ist, dass keine stadteigenen Grundstücke für den Ausbau vor 2013 zur Verfügung gestellt werden.