Partnerstädte   

Partnerstädtebaum am Nürnberger Flughafen

In den ersten Jahrzehnten nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs im 20. Jahrhundert und dem Ende des Nazi-Terrors sind zahlreiche deutsche Städte und Gemeinden Partnerschaften mit Kommunen in anderen Ländern eingegangen und haben auf diese Weise Brücken zwischen ehemaligen Kriegsgegnern gebaut.

Der besondere Status Nürnbergs

Nürnberg hat ebenso frühzeitig Partnerschaften mit anderen Städten angestrebt. Als "Stadt der Reichsparteitage" der Nationalsozialisten und Verkündungsort der menschenverachtenden "Nürnberger Gesetze" wie auch als Stadt, in der die völkerrechtlich wegweisenden "Nürnberger Prozesse" nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs durchgeführt wurden, war und ist Nürnberg seit vielen Jahren bemüht, sich als "Stadt des Friedens und der Menschenrechte" zu profilieren. Dazu zählen Aktivitäten und Einrichtungen wie beispielsweise der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis und die Straße der Menschenrechte, aber auch die internationalen Beziehungen Nürnbergs.

Die Entwicklung der Partnerschaften

Im Jahr 1954 – fast zehn Jahre vor Unterzeichnung des deutsch-französischen Elysée-Vertrags – wurden durch den Verbrüderungseid zwischen Nürnberg, Nizza, Venedig, Locarno und Brügge die ersten Städtebeziehungen Nürnbergs der Nachkriegszeit vereinbart. Mit diesem Verbrüderungseid wurden auch eine der ersten deutsch-französischen Städtepartnerschaften sowie eine der ersten multilateralen Städteverbindungen in Europa besiegelt. Zwischen 1979 und 1999 folgten Partnerschaften mit zwölf Städten in Europa, Amerika und Asien, wobei mit manchen Städtepartnerschaften bewusst auch an historische Beziehungen angeknüpft wurde. Wenn es nach den Vorstellungen einzelner Bevölkerungsgruppen, Organisationen und Institutionen ginge, müssten die derzeitigen Partnerstädte Nürnbergs um weitere Städte ergänzt werden.

Die Ziele der Städtepartnerschaften

Klassische Zielsetzung von Städtepartnerschaften ist, einen Beitrag zu Annäherung, Verständigung und Frieden in Europa sowie zum Abbau von Vorurteilen und Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit zu leisten. Daneben zählen auch beruflich-fachliche Kooperationsprojekte und Austauschprogramme sowie wirtschaftliche Zusammenarbeit – neben humanitärer Hilfe in Notlagen – in vielen Städten zu den Zielen und Inhalten der interkommunalen Partnerschaftsarbeit, die nicht nur in Nürnberg schon längst Europas Grenzen überschritten hat.

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