Sucht man den geographischen Mittelpunkt des Balkans, so findet man auf der Landkarte Skopje – eine Stadt, deren Siedlungsspuren bis ins 5. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen. Skopje ist heute nicht nur die Hauptstadt der jungen "Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien", sondern auch Nürnbergs Partnerstadt.
Viele Kulturdenkmäler blieben trotz mehrfacher Zerstörung der Stadt durch Erdbeben oder Eroberungen erhalten und verleihen dem modernen Skopje ein traditionsreiches Antlitz. Neben byzantinischen, slawischen und osmanisch-islamischen Zügen lassen sich im Gesicht der Stadt auch unschöne Narben sozialistischer Kollektivierung entdecken, die aber vom Charme der Altstadt mit ihrem orientalischen Basar mehr als wettgemacht werden. 1963 löste ein verheerendes Erdbeben, das einen großen Teil der Stadt zerstörte, eine weltweite Hilfsaktion aus. Beim Aufräumen und beim Wiederaufbau halfen auch zahlreiche Nürnberger, deren Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg ebenfalls wieder aufgebaut werden musste.
Die dabei entstandenen Kontakte führten zu ersten Kultur- und Jugendaustauschmaßnahmen, aus denen 1982 die offizielle Städtepartnerschaft zwischen Skopje und Nürnberg hervorging. Bewährt hat sich diese Partnerschaft nicht nur im humanitären, sondern vor allem im kulturellen Bereich. Anlässlich des 20-jährigen und des 25-jährigen Bestehens dieser Städtepartnerschaft übergab Skopje an die Stadt Nürnberg jeweils eine Skulptur als "immerwährendes" Zeichen des Dankes. Die beiden Skulpturen – "Mutter Theresa" und "Menschenhände" – wurden von dem mazedonischen Künstler Tome Serafimovski geschaffen und von Oberbürgermeister Trifun Kostovski gestiftet.

Nicht mehr im Tucherschloss, sondern auf dem Hans-Sachs-Platz in der Nürnberger Altstadt und mit verändertem Konzept findet am 29. und 30. Juni 2012 das diesjährige „Grenzenlos“ – Fest der Partnerstädte statt.
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In diesem Jahr wurde das Hermann-Kesten-Stipendium zum achten Mal vergeben. 15 Journalisten und Autoren halten sich auf Einladung der Stadt Nürnberg bis 26. Mai 2012 in der Noris auf.
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