Krematorium Nürnberg

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Was man über eine Einäscherung wissen sollte   

Der Leichnam wird zusammen mit dem Sarg verbrannt. Dabei sind nur Särge zulässig, bei deren Verbrennung die geringst möglichen Emissionen entstehen; die selben Anforderungen werden auch an die Sargausstattungen gestellt.

Die Öfen eines Krematoriums sind so konstruiert, dass nur jeweils ein Leichnam eingeäschert werden kann, um Aschevermischung auszuschließen. Ein nummerierter Schamottestein, der auf den Sarg gelegt wird, gewährleistet die eindeutige Zuordnung der Asche. Die Kremierung erfolgt bei Temperaturen bis 1.200 ° C. Sie dauert ca. 90 Minuten. Im Wesentlichen bleiben dann nur mineralische Knochenbestandteile, dazu Zähne und nicht brennbare Implantate übrig. Insgesamt macht dies etwa 5 % des Körpergewichts aus. Die Metallteile werden aussortiert und die Asche sowie der Nummernstein in eine Aschekapsel verfüllt, die dann verschlossen wird. Auf dem Deckel der Kapsel sind Name, Geburts- und Sterbedaten der Verstorbenen sowie der Name des Krematoriums und das Einäscherungsdatum vermerkt. Die „Aschenkapsel“ wird oft in eine dekorative Überurne eingesetzt, die der Beisetzung einen weiteren würdigen Akzent verleiht.

Trotz zahlreicher Diskussionen besteht in Deutschland der Friedhofszwang. Dies hat zur Folge, dass die Asche Verstorbener nicht zuhause aufbewahrt werden darf, wie dies in Nachbarländern teilweise zulässig ist.

Die Stadt Nürnberg verwendet den Erlös aus dem Verkauf der Metallrückstände entsprechend den Festlegungen in ihrer Bestattungs- und Friedhofssatzung „zur Förderung einer Kultur der Pietät, des Sterbens und der Totenruhe“. Über den jeweiligen Verwendungszweck wird im Stadtrat entschieden.

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  • Bildquellen:
  •  Titelbild: © Karlheinz Daut / Friedhofsverwaltung Nürnberg