Auf lokaler Ebene unternimmt die Stadt Nürnberg zusammen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern große Anstrengungen zur Verwirklichung der Menschenrechte. Damit erfüllt sie ihre Selbstverpflichtung als Stadt des Friedens und der Menschenrechte. Besondere Bedeutung lieggt hierbei dem Eintreten gegen Rassismus und Diskriminierung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen.
Gerade Unternehmen können in vielfältiger Weise zu einer Kultur der Menschenrechte beitragen: Dies reicht von der Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund und Gleichbehandlungsstrategien am Arbeitsplatz über die Sicherung der betrieblichen Mitbestimmung bis zur Beachtung von Arbeitsnormen wie zum Beispiel der Ablehnung von Zwangs- oder Kinderarbeit bei ausländischen Zulieferbetrieben.
Um der hohen Bedeutung der Unternehmen Ausdruck zu verleihen und deren Vorbildcharakter zu betonen, vergibt die Stadt Nürnberg im zweijährigen Turnus die Auszeichnung „Nürnberger Preis für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur“. Damit würdigt sie ortsansässige Firmen, die sich über die gesetzlichen Normierungen hinaus in vorbildlicher Weise engagieren, die Würde und Rechte aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und die Stadt bei ihren Aktivitäten gegen Rassismus und Diskriminierung zu unterstützen.
Die erstmalige Verleihung des Preises erfolgte in zeitlicher Verbindung mit dem Nürnberger Friedensmahl am 25. September 2010. Der Preis besteht aus einer Preisskulptur und einer Urkunde.