Nürnbergs berühmtester Sohn zählt zu den weltweit bekanntesten und bedeutendsten Künstlern. Zu seinen Werken gehören die Zeichnungen „Die betenden Hände“ sowie Tier- und Pflanzenstudien, aus dem Bereich der Druckgraphik die „Melancolia I“ und die Folge der „Apokalypse“. Erhalten geblieben sind auch die Gemälde der Kaiser Karl der Große und Sigismund, die vier Apostel und drei Selbstporträts.
Der Sohn eines aus Ungarn stammenden Goldschmieds wurde 1471 in Nürnberg geboren. Zunächst in die Fußstapfen des Vaters tretend, brach er die Goldschmiedelehre jedoch ab, um in der Werkstatt von Michael Wolgemut eine Malerausbildung zu erhalten. Sein künstlerisches Schaffen, das mit Kupferstichen und Holzschnitten begann und zur Malerei führte, wurde von Reisen in die Niederlande, nach Italien und in die Schweiz geprägt. Doch Albrecht Dürer war mehr als ein bereits zu Lebzeiten anerkannter und gefragter Maler. Durch die Anstellung von Gesellen in seiner Werkstatt konnte er sich kunsttheoretischen Studien widmen. Seine Beschäftigung mit Perspektive, Proportionslehre, Messkunst, Befestigungslehre und Stadtbebauung hielt er in mehreren Schriften fest. Mit dem Humanisten Willibald Pirckheimer verband ihn eine enge Freundschaft.
Nach Dürers Tod gingen viele seiner Werke verloren. Bis heute erhalten und teils in Museen der ganzen Welt zu sehen, darunter im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, sind etwa 90 Gemälde, 100 Stiche, 300 Holzschnitte und 400 Buchillustrationen. Das von ihm 1509 erworbene Haus am Tiergärtnertorplatz, das er mit seiner Frau Agnes bewohnte, erinnert als Museum bis heute an Nürnbergs berühmten Malersohn. Die letzte Ruhestätte fand er nach seinem Tod 1528 auf dem Johannisfriedhof. Dieser liegt ebenso wie das Dürer-Haus und das Denkmal des Malers am Albrecht-Dürer-Platz sowie viele andere Stationen auf dem Albrecht-Dürer-Weg, den sich Touristen und einheimische Kunstinteressierte mittels moderner audiovisueller Führungstechnik selber erschließen können. Außerdem erinnert das Dürer-Gymnasium an den Künstler.