Presse- und Informationsamt

Logo Stadt Nürnberg

Sie sind hier: 

 

Aufschwung im 19. Jahrhundert   

Adler

Nachbau des "Adlers" im DB Museum (Foto: Christine Dierenbach)

Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges erschöpfen die Finanzkraft Nürnbergs. 1806 wird die danieder liegende Reichsstadt mit mittlerweile nur noch 25 000 Einwohnern dem Königreich Bayern zugesprochen. Diese Eingliederung in ein größeres Staatswesen und der Unternehmergeist des Bürgertums führen zu einem neuen wirtschaftlichen Aufstieg. Ein Symbol dafür ist der „Adler“: 1835 fährt die in England gefertigte Lokomotive von Nürnberg nach Fürth und eröffnet damit als erste Eisenbahn Deutschlands ihren Betrieb. Die Bleistift- und Spielzeugfabrikation sowie die Metallverarbeitung prosperieren. Unternehmerpersönlichkeiten wie Theodor von Cramer-Klett (Gründer der MAN) und Sigmund Schuckert (Siemens-Schuckert) prägen das Wirtschaftsleben in der Stadt. Südlich der Bahnlinie entstehen große Industriegebiete und Wohnsiedlungen, die Einwohnerzahl überschreitet 1881 erstmals die 100 000. In den folgenden Jahren scheint die Bevölkerungszahl der Großstadt zu explodieren: Im Jahr 1900 werden bereits 260 000 Einwohner gezählt. Das „rote“ Nürnberg ist die größte Industriestadt Süddeutschlands und eine Hochburg der Arbeiterbewegung. Dabei gilt Nürnberg seit der Romantik als Inbegriff der mittelalterlichen deutschen Stadt, verherrlicht in Richard Wagners 1868 uraufgeführter Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“.

Download

Aufschwung im 19. Jahrhundert
PDF-Datei (14 KB)

skip

  •  
  • Bildquellen:
  •  Titelbild: © Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg