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Dürer-Stadt von heute   

Klassik Open Air

Picknick im Park beim Klassik Open Air (Foto: Christine Dierenbach)

Im Nürnberger Kulturleben ist der Spagat zwischen Tradition und Moderne kein mühsamer Kraftakt, hat die Stadt doch in ihrem größten Sohn Albrecht Dürer (1471-1528) einen ausgesprochen innovativen Vordenker. So ist es nur folgerichtig, dass modernste audiovisuelle Führungstechnik den Wanderer auf dem Albrecht-Dürer-Weg quer durch die Stadt begleitet und immer wieder spektakuläre Kunstaktionen die Aktualität von Dürers genialem Schaffen in das öffentliche Bewusstsein bringen. Wie Dürers Gemälde im Germanischen Nationalmuseum, dem größten Museum deutscher Kunst und Kultur, so legen auch die bis heute im Stadtbild sichtbaren Werke etwa von Veit Stoß, dessen „Engelsgruß“ in St. Lorenz hängt, oder Adam Krafts Kreuzweg in St. Johannis Zeugnis ab von der großen Vergangenheit der Stadt. Die Geschichte erfolgreich lebendig werden lassen auch die städtischen Museen mit ihren inszenierten Führungen und Museumstheaterstücken, in denen Dürers Leben und Arbeiten ebenso anschaulich vermittelt wird wie der Alltag in einem Patrizierhaushalt. Nürnbergs große Tradition als Spielzeugstadt und als Industriestandort ist im Spielzeugmuseum und im Museum Industriekultur durchaus auch im wörtlichen Sinne greifbar. Kunst und Design der Gegenwart erwarten den Besucher im Neuen Museum, als Ausstellungsforum rückt die Kunsthalle zeitgenössische Kunst in das Blickfeld. Auch Erforscher der Kommunikation und Eisenbahnfreunde kommen in jeweiligen Museumsausstellungen auf ihre Kosten. All diese Einrichtungen und viele mehr beteiligen sich mit großem Publikumserfolg an der jährlich im Mai veranstalteten „Blauen Nacht“, wie die lange Nacht der Museen und Kultur in Nürnberg genannt wird.

Mit den Sparten Oper, Schauspiel und Ballett prägt das Staatstheater Nürnberg das Theaterleben der Stadt, das durch zahlreiche freie Bühnen bereichert wird. Auch Puppenspieler, die beim Internationalen Figurentheaterfestival aus aller Welt nach Nürnberg kommen, haben darin ihren festen Platz. Ein Kinderkulturzentrum mit Museum und Theater, mehrere weitere Theater und die Vernetzung der Aktivitäten für das junge Publikum durch ein Forum machen Nürnberg zu einer Hochburg der Kinderkultur. Bundesweite Vorzeigequalität haben die elf Kulturläden, die stadtteilbezogene Kulturarbeit leisten.

Breit gefächert präsentiert sich das Nürnberger Musikleben. Von der Internationalen Nürnberger Orgelwoche ION, dem größten und ältesten Festival für geistliche Musik in Europa, über „Rock im Park“ bis hin zum Weltmusikfestival Bardentreffen, das jährlich ein Wochenende lang zum kostenlosen Happening für über 200 000 Musikfans wird, reicht die Palette der Festivals, die regelmäßig in Nürnberg stattfinden. Mit den beiden sommerlichen Klassik Open Air-Konzerten der Nürnberger Sinfonie-Orchester, die über 100 000 Musikfreunde zum festlichen Picknick in den Luitpoldhain locken, findet in Nürnberg die größte Veranstaltung dieser Art in Europa statt.

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Museumsvielfalt, Musikfestivals und Kinderkultur prägen die Dürer-Stadt von heute
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  • Bildquellen:
  •  Titelbild: © Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg