Auf dem Grundstück Viatisstraße/Siedlerstraße ist geplant, neben dem bestehenden Altbau der Grundschule Viatisschule einen Neubau mit Kinderhort (2 Gruppen) zu errichten. Weiterhin wird - wegen terminlichen Vorgaben aus dem Kinderkrippenförderungsprogramm unabhängig von der zeitlichen Durchführung des Schulneubaus mit Kinderhort - auf dem Grundstück eine Kindertagesstätte (3-gruppige Kinderkrippe, 2-gruppiger Kindergarten) errichtet.
Zur Entscheidung, an welcher Stelle des Grundstückes die neuen Gebäude situiert werden sollen, wurde eine städtebauliche Studie in Auftrag gegeben, die in mehreren Varianten zum Ergebnis kam, dass der nordöstliche Bereich des bisherigen Schulgrundstückes am besten geeignet ist, um die beiden Projekte „Neubau Grundschule Viatisschule mit Kinderhort" und "Neubau Kindertagesstätte Viatisstraße" unabhängig voneinander realisieren zu können, ohne auf synergetische Wirkungen einer gemeinsamen Erschließung verzichten zu müssen.
Bei der Planung der Neubaumaßnahmen müssen auch die umgebende Wohnbebauung und die Sportplätze des 1.FCN berücksichtigt werden. Darüber hinaus muss die Erschließung der beiden Nutzungseinheiten - Schule/Kinderhort und Kindertagesstätte - unter der Bedingung, dass das alte Schulgebäude bis zur Fertigstellung des neuen Schulgebäudes in Betrieb gehalten werden soll, geplant werden. Unter diesen Rahmenbedingungen wurde entschieden, für den Neubau der Schule mit Kinderhort an der Viatisstraße einen Architektenwettbewerb (begrenzt offener Realisierungswettbewerb) durchzuführen. Der im Dezember 2010 ausgelobte Realisierungswettbewerb wurde am 06./07. Juni 2011 entschieden. Das Preisgericht wählte die beiden Architekturbüros Bodamer Architekten aus Stuttgart und Reiner Krauss aus Nürnberg für zwei erste Preise aus. Das Preisgericht würdigte die Entwürfe als die besten Lösungen. Beide Preisträger wurden jedoch nochmals zur Überarbeitung nach den Empfehlungen des Preisgerichts aufgefordert.
Am 04. August 2011 empfahl das Preisgericht schlussendlich, den Entwurf der Büros Rainer Krauss Architekt und Rinneberg Landschaftsarchitekten auf Grundlage der Wettbewerbsüberarbeitung zu realisieren.
Der Realisierungswettbewerb stieß auf große Resonanz: Für den begrenzt offenen Wettbewerb hatten sich insgesamt 337 Architekturbüros aus Deutschland und dem EU-Raum beworben. Teilnahmeberechtigt waren 40 Bewerber, von denen zehn im Vorfeld gesetzt waren und weitere 30, die durch Losverfahren bestimmt wurden. Am Wettbewerb beteiligten sich schließlich 33 Büros.