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Eichenprozessionsspinner   

Thaumetopoea Processionea Caterpillars Nest

Nest (Gespinst) des Eichenprozessionsspinners

Seit einigen Jahren kommt er so sicher wie Weihnachten: Der Eichenprozessionsspinner, eine Raupe die – wie der Name schon sagt - ausschließlich Eichen befällt. Wie mit Weihnachten (Kälte und Schnee bis hin zu frühlingshaften Temperaturen und Regen) gehen aber auch mit dem Eichenprozessionsspinner Unwägbarkeiten einher:

- Wie intensiv ist der Befall allgemein?
- Wo ist ein besonders intensiver Befall festzustellen?
- Wann und wie lange setzt der Befall ein?

Beim Eichenprozessionsspinner handelt es sich um eine Raupenart, die auf und von Eichen lebt. Die „Prozession“ im Namen trägt die Raupe, weil sie sich in größeren Gruppen sozusagen im Gänsemarsch auf Nahrungssuche macht: Wie Perlen an der Schnur folgt Raupe an Raupe am Stamm, es entsteht die Prozession.
Charakteristisch ist auch eine Ballung der Raupen am Stamm zu sogenannten „Gespinnsten“, einem Raupenknäul.
Der Eichenprozessionsspinner ernährt sich von den Eichenblättern und schädigt befallene Eichen massiv.

Wie gefährlich ist der Eichenprozessionsspinner?

Der Eichenprozessionsspinner kann sehr unangenehm werden, eine dauerhafte Gesundheitsgefahr oder gar eine Lebensbedrohung geht von ihm aber nicht bzw. nur in äußerst seltenen Fällen aus.
Unangenehm sind die feinen Brennhaare des ESP, die ihm als Schutz vor Fressfeinden dienen. Diese Brennhaare, die kleinste Widerhaken besitzen und das Nesselgift Thaumetopoein enthalten, können starken Juckreiz und Hautausschläge verursachen. Sehr unangenehm, aber so gut wie nie gesundheitsgefährdend.

Vorsichtsmaßnahmen und Linderung

Einige einfach Maßnahmen helfen Juckreiz und Hautausschläge zu vermeiden: Sie sollten

- den Eichenprozessionsspinner nicht berühren, insbesondere Kinder sollten sich möglichst fern halten
- den Eichenprozessionsspinner nicht selber entfernen
- sich nicht unter befallenen Bäumen aufhalten
- befallene Gebiete meiden oder ggf. Hautbereiche wie Nacken, Hals, Arme durch Kleidung schützen
- nach Kontakt sofort Kleider wechseln und waschen
- bei Juckreiz und Hautausschlägen Körper und Haare gründlich abduschen

Was unternimmt die Stadt Nürnberg?

Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum bekämpft den ESP auf den öffentlichen Flächen durch
- den Einsatz von biologischen Bekämpfungsmitteln im Volkspark Dutzendteich (da hier ein vergleichsweise dichter Eichenbestand vorhanden ist, wie er im übrigen Stadtgebiet nicht vorkommt)
- ein Absaugen befallener Eichen; hierfür werden von speziell ausgerüstete Fachfirmen beauftragt, die die Raupen, Nester und Gespinst durch spezielle Absaugvorrichtungen entfernen.

Sollten Sie an einer Eiche auf öffentlichen Flächen einen Befall feststellen wenden Sie sich bitte an das Servicetelefon des SÖR.
Bitte teilen Sie uns den genauen Standort der befallenen Eiche mit: Je präziser Ihre Beschreibung desto schneller können wir Gegenmaßnahmen einleiten.

Priorität bei der Bekämpfung des ESP haben übrigens Eichen in der Nähe von Kindergärten, Schulen und Spielplätzen, Prio-Stufe 2 haben Eichen auf bzw. an stark frequentierten Plätzen und Straßen.

Befallene Eichen, die auf privatem Grund stehen, müssen vom jeweiligen Grundstückeigentümer behandelt werden. Das heißt der Grundstückseigentümer ist für das entfernen des Eichenprozessionsspinners verantwortlich. Das Ordnungsamt der Stadt Nürnberg kann Maßnahmen anordnen oder durchführen, wenn eine konkrete Gefahr oder Störung der öffentlichen Sicherheit gegeben ist.
Bei Fragen zu Gesundheitsgefahren und -beschwerden wenden Sie sich bitte an das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg.

Fragen und Meldungen zu befallene Eichen auf ÖFFENTLICHEM Grund:

Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg

Telefon: 0911 / 231 - 7637

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Donerstag von 8:30 bis 15:30Uhr, Freitags 8:30 bis 13:00 Uhr.

 

Fragen zu befallenen Eichen auf PRIVATEM Grund:

Ordnunsgamt der Stadt Nürnberg

Telefon: 0911 / 231 -5330

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 8:30 – 16:00 Uhr (Fr. 13:30).

 

Fragen zur Gesundheit und zum Gesundheitsschutz:

Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg

Telefon: 0911 / 231 - 2427 und - 7619

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 8:30 – 16:00 Uhr.

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  • Bildquellen:
  •  Titelbild: © Ralf Schedlbauer / Stadt Nürnberg