Rund ein Fünftel der Nürnberger Bevölkerung lebt in Armut oder Armutsnähe, bei den Kindern ist es fast jedes dritte.
Armut heißt nicht nur materielle Knappheit, sondern auch geringere Bildungs- und Berufschancen, gesundheitliche Beeinträchtigungen und weniger Teilhabe an Kultur, Sport und Freizeiterlebnissen. Das heißt auch: weniger soziale Kontakte und Netzwerke, mehr Isolation und Resignation.
Armut verhindern und bekämpfen heißt deshalb Existenzsicherung und Chancen eröffnen. Die Betroffenen sollen unterstützt werden, selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu handeln und Wege aus der Armut zu finden. Dafür entwickeln wir gemeinsam mit den Partnern im „Netz gegen Armut“ Beratungs- und Unterstützungsangebote.
Da eine Kindheit in Armut lebenslange Benachteiligungen nach sich ziehen kann, haben wir das Arbeitsprogramm gegen Kinderarmut in Nürnberg, „Armen Kindern Zukunft geben“, entwickelt und setzen es mit hoher Priorität um. Wichtiges Instrument der Armutsprävention ist der Nürnberg-Pass, der materielle Vergünstigungen mit zielgenauen Informationen und Bildungsangeboten verknüpft.