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Modellversuch „Innovatives öffentliches Fahrradverleihsystem“   

Bundesweiter Wettbewerb – Nürnberg auf Platz 2 der Förderprojekte

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat einen bundesweiten Wettbewerb zur Durchführung eines Modellversuchs „Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme“ ausgelobt. Die Stadt Nürnberg belegte von 44 Bewerbern den 2. Platz.

Konzept

Im Rahmen des Modellversuchs hat die Verwaltung in Abstimmung mit der VAG ein Konzept für ein öffentliches Fahrradverleihsystem in Nürnberg entwickelt, bei dem Räder an 66 Standorten ausgeliehen bzw. zurückgegeben werden können.

Wesentliche Eckpunkte sind folgende:

  • Das Modellgebiet liegt innerhalb der Ringstraße B 4R. Zusätzlich wurde der Gewerbepark Nordost, der Gewerbepark Südwest und das Freizeit- und Veranstaltungsgelände Volkspark Dutzendteich angegliedert.
  • 65 feste Fahrradverleihstationen sind an allen wichtigen Haltestellen des ÖPNV, an sonstigen zentralen Standorten sowie an wichtigen Einkaufs-, Freizeit- und Tourismuseinrichtungen eingerichtet worden.
  • Jede Station ist mit fünf bis 15 Fahrradständern auszugestattet. Insgesamt startet der Modellversuch in Nürnberg mit ca. 750 Rädern.
  • Die registrierten Abokunden der VAG haben die Möglichkeit, täglich ein Leihrad in der ersten halben Stunde gratis zu nutzen.
  • Für eine bedienungsfreundliche Handhabung sorgen Kundenkarten sowie ein automatisches Erfassungssystem.
  • Fünf zentrale Stationen werden mit Terminals ausgestattet, an denen Buchungs- und Registrierungsvorgänge vor Ort abgewickelt werden können, um den Zugang auch für Touristen und Gelegenheitsfahrer zu ermöglichen.

Ziele eines öffentlichen Fahrradverleihsystems in Nürnberg

Aus der Sicht der Stadt Nürnberg stellt ein öffentliches Fahrradverleihsystem eine ideale Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr dar und steigert die Attraktivität des ÖPNV. Auf diese Weise kann es zur Bindung der ÖPNV-Kunden beitragen, aber auch ein Umsteigen vom MIV auf den ÖPNV und das Fahrrad attraktiver machen.
Zielgruppen sollen dabei besonders Pendler und der Alltagsverkehr sein. Für diese kann die Fahrt mit dem ÖPNV beispielsweise zur Arbeit attraktiv werden, wenn aufgrund der Möglichkeit der Radnutzung ein Umsteigevorgang vermieden bzw. das letzte Wegstück mit dem Rad zurückgelegt werden kann. Mit dem Verleihsystem können lange Wartezeiten, die durch eine niedrige Taktung bedingt sind, umgangen und unbefriedigende Querverbindungen zwischen einzelnen Linien vereinfacht werden. Damit werden Wegeketten verkürzt und der Aktionsradius des ÖPNV vergrößert.
Gleichzeitig verspricht sich die Stadt Nürnberg durch die erhöhte Präsenz von Rädern im Stadtverkehr eine Imageverbesserung des Fahrrades.

Weitere Informationen sind im Verkehrsplanungsamt unter der Rufnummer 231 – 4920 erhältlich.

Fahrradverleihsystem heißt „NorisBike"

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„NorisBike“ lautet der Name des Fahrradverleihsystems, welches am 06.05.2011 durch den Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Peter Ramsauer, und Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly an der Station am Heilig-Geist-Spital in der Altstadt in Betrieb genommen worden ist.

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  •  Titelbild: © Verkehrsplanungsamt Stadt Nürnberg