Nürnberg ist als Standort mehrerer Projekte in eine gemeinsame
bayerisch-sächsische Bewerbung als „Schaufenster Elektromobilität“ in
ein Modellprojekt eingebunden. Die Bewerbung für dieses wegweisende
Bundesprojekt hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer am Montag,
16. Januar 2012, in einer Pressekonferenz angekündigt.
Hierzu erklärt Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas: „Durch unsere aktive Beteiligung an der Bewerbung demonstrieren wir unsere
Standortkompetenz im Zukunftsfeld ‚Elektromobilität‘ und eröffnen
Chancen für die Unternehmen und Forschungseinrichtungen vor Ort. Der
Zuschlag des Bundes für die bayerisch-sächsische Bewerbung wäre ein
Meilenstein für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Nürnberg.
Unser Ziel ist es, schon heute die Weichen für umweltverträgliche und
ressourcenschonende Mobilität in Nürnberg zu stellen.“
Die Stadt Nürnberg hat ihre Unterstützung durch die Zeichnung eines
sogenannten „Letter of Intent“ zugesagt. In der Stadtverwaltung koordiniert ein Projektteam alle erforderlichen Maßnahmen.
N-ERGIE, BMW, Audi, MAN, Porsche, Siemens, E.ON, DREWAG, die
Stadtwerke München, Leipzig und Ingolstadt sowie die Verkehrsbetriebe
Dresden und Leipzig tragen die bayerisch-sächsische Bewerbung
maßgeblich. Insgesamt werden sich rund 150 Unternehmen,
Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen aus Bayern und
Sachsen an 80 Vorhaben beteiligen, die sich mit den Schnittstellen zwischen Elektrofahrzeug, Energie- und Verkehrssystem befassen. Eine
Reihe namhafter Firmen werden an Projekten in Nürnberg arbeiten.
Im Frühjahr 2012 soll die Entscheidung fallen, welche der
Bewerberregionen in das Schaufensterprogramm aufgenommen werden.
Die bundesweiten „Schaufenster Elektromobilität“ sind ein Vorhaben aus
dem Regierungsprogramm Elektromobilität, dem zufolge bis zum Jahr
2020 über eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren sollen.
Für das Gesamtprogramm „Schaufenster Elektromobilität“ stellt der Bund
Fördermittel in Höhe von rund 180 Millionen Euro bereit. Am
Schaufensterprogramm sind vier Ministerien der Bundesregierung
beteiligt. Das Wirtschaftsministerium und das Verkehrsministerium
beteiligen sich mit jeweils 67 Millionen Euro, das Umweltministerium gibt 25 Millionen Euro und das Forschungsministerium 20 Millionen Euro.