Nürnberg und Markt- und Meinungsforschung sind eng verbunden. Rund ein Sechstel der 14 000 deutschen Marktforscher arbeiten in Nürnberg.
Die Frankenmetropole kann ohne Übertreibung als die "Wiege" der Marktforschung in Deutschland bezeichnet werden. Die Marktforschung wurde hier quasi erfunden, als Prof. Wilhelm Vershofen in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in enger Kooperation mit der Konsumgüterwirtschaft ein methodisches und organisatorisches System zur repräsentativen Ermittlung von Konsumbedürfnissen der deutschen Bevölkerung aufbaute.
Methodenkompetenz und Theoriekompetenz zeichnen Nürnberg aus. Die Gründung des Instituts für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware 1923 in Nürnberg markiert die Geburtsstunde der Marktforschung in Deutschland. Die „Nürnberger Schule“ als weltweiter Begriff für Erklärungsmodelle zu Verbraucherverhalten und Konsummotivation ist ein Beleg für die Theoriekompetenz Nürnbergs.
Heute gilt der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg als in der Fachwelt anerkannte führende Marktforscher-Schmiede Deutschlands. Durch das Institut für Marketing mit drei Marketing-Lehrstühlen und sechs fachlich-komplementären Lehrstühlen wird mit dem Studiengang „Master in Marketing“ in Nürnberg eine hervorragende Marketingausbildung angeboten.