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„Zeit für Ethik“ – Wirtschaftsreferent Dr. Fleck kündigt |
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Die Initiative „Zeit für Ethik“ wurde im Oktober 2007 vom Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg gemeinsam mit einem Kreis von Initiatoren ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, Unternehmens- und Führungsethik als einen wichtigen Standort- und Erfolgsfaktor für Unternehmen in Stadt und Region Nürnberg bewusst zu machen. Dr. Roland Fleck, berufsmäßiger Stadtrat und Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg: „Ethische Fragen gewinnen in den Unternehmen immer mehr an Gewicht und viele Führungskräfte sind sich ihrer Verantwortung für den Einzelnen und für die Gesellschaft als Ganzes bewusst. Ich unterstütze die Initiative ‚Zeit für Ethik’, weil ich davon überzeugt bin, dass Ethik und Unternehmenserfolg vielfach auch Hand in Hand gehen und nicht notgedrungen das eine auf Kosten des anderen preisgegeben werden muss.“ Hintergrund sind die im Zuge des Strukturwandels deutlich gewordenen Unterschiede, wie Unternehmen und Führungskräfte Krisen bewältigen und managen. Neben Fällen, in denen sich das Management aus Sicht des Wirtschaftsreferenten seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern eher nicht bewusst war, gab es auch solche, in denen die Veränderungsprozesse fair und für alle Betroffenen menschlich kommuniziert und durchgeführt wurden. Viele Unternehmen der Region verkörpern bereits soziale Verantwortung, ökologische Sensibilität und ethische Grundsätze nach innen und außen. Unternehmensethik werde auch zunehmend eine strategische Herausforderung. Die Initiative will die Orientierung unternehmerischen Handelns an ethischen Grundsätzen als strategischen Erfolgsfaktor fördern und als Kennzeichen für eine gemeinsame Wirtschaftskultur zur Diskussion stellen. Gleichzeitig wird angestrebt, bestimmte ethische Brennpunkte und Managementmodelle deutlich und schnell sichtbar werden zu lassen und durch Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit den unternehmerischen Nutzen und den sozialen Mehrwert ethischer Unternehmensführung aufzuzeigen. Die Vision ist es, in Nürnberg eine unternehmerische Plattform mit hoher Reputation und großer praktischer Relevanz zu etablieren. Um ihre Ziele zu verwirklichen, setzt die Initiative auf unterschiedliche Maßnahmen zur Vernetzung der Akteure. Sie veranstaltet Denkräume, Foren und Tagungen zu verschiedensten Themen und Dimensionen der Unternehmensethik. Besonders fokussiert wird auf die Einrichtung von kleineren Gesprächskreisen für Unternehmer und Unternehmerinnen und Führungskräfte, wie beispielsweise „Kamingespräche“, bei denen sich Führungskräfte austauschen und ihre ethischen Herausforderungen diskutieren können. In der nächsten Zeit soll „Zeit für Ethik“ intensiv kommuniziert und die bestehende Unternehmensbasis verbreitert werden. Dabei gilt es, vor allem Unternehmen und Führungskräfte als Botschafter zu gewinnen, die zusammen mit den Initiatoren einen Kodex für ethisches Management erarbeiten und für dessen Prinzipien in der Öffentlichkeit einstehen. Bereits in der Startphase haben sich zehn Unternehmen verständigt, diese Initiative mit aufzubauen und mit Leben zu füllen. Die Schirmherrschaft der Initiative „Zeit für Ethik“ hat der berufsmäßige Stadtrat und Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck übernommen. Die Initiatoren vertreten eine große Bandbreite an Praxiszugängen und bringen ethische und unternehmerische Erfahrungen aus unterschiedlichen Feldern mit: Wolfgang Böhm, Inhaber der Wolfgang Böhm|Management Partner, Kempten: „Wer – wie Unternehmern und Manager – auf die Lebensumstände anderer Menschen Einfluss hat, der ist in besonderer Weise ethisch verpflichtet.“; Dr. Andreas Grabenstein, Geschäftsführer des Instituts persönlichkeit+ethik, Neuendettelsau: „Humanistische und christliche Einstellungen sind für gutes Wirtschaften unverzichtbar, aber nicht selbstverständlich vorhanden. Wir wollen engagierte Unternehmer und Unternehmen dabei unterstützen, diese ethischen Einstellungen nicht nur als Regulierung, sondern als Ressource für den Erfolg wahrzunehmen und zu fördern.“; Christian Summa, Niederlassungsleiter der von Rundstedt HR Partners, Nürnberg: „Die tatsächlich gelebte Unternehmenskultur und die damit verbundenen Wertvorstellungen spielen bei der Gewinnung und dem Halten von Fachund Führungskräften eine immer entscheidendere Rolle. Die Frage wird also nicht sein, ob sich zukünftig eine Firma Unternehmensethik leisten kann, sondern ob sie sich keine leisten kann.“; Frank Thyroff , Leiter des Amtes für Wirtschaft der Stadt Nürnberg: „Für die langfristige Entwicklung einer Region ist das soziale Engagement und die soziale Verantwortung von Unternehmen von zentraler Bedeutung.“. Dem Ausschuss für Recht, Wirtschaft und Arbeit wird in seiner Sitzung am Mittwoch, 28. November 2007, über die Initiative berichtet. Als Ansprechpartner für inhaltliche Fragen steht für die Initiatoren Dr. Andreas Grabenstein, Institut persönlichkeit+ethik, Am Hammer 27, 90455 Nürnberg, Telefon 09122/88 55 58, E-Mail: grabenstein@proethik. de, zur Verfügung. |
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