Stadt Nürnberg
Nachrichten aus dem Rathaus
   
Nr. 154 / 19.02.2009

Planfeststellungsverfahren für Weiterbau U3 läuft

 
Das Baureferat der Stadt Nürnberg hat bei der Regierung von
Mittelfranken für zwei weitere Bauvorhaben im Zuge des Neubaus der
U-Bahn-Linie 3 die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens
beantragt: Im Nordwesten zwischen Klinikum Nord und Nordwestring und
im Südwesten zwischen Gustav-Adolf-Straße und Großreuth bei
Schweinau. Für die Bauvorhaben einschließlich der
landschaftspflegerischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden
Grundstücke in den Gemarkungen St. Johannis, Wetzendorf und
Gleißhammer beziehungsweise in den Gemarkungen Sündersbühl und
Großreuth bei Schweinau beansprucht.

Der Plan mit Zeichnungen und Erläuterungen liegt in der Zeit von
Mittwoch, 25. Februar 2009, bis Dienstag, 24. März 2009, bei der Stadt
Nürnberg, Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR), Wegerecht,
Peuntgasse 5, Zimmer 111, während der Dienstzeiten von Montag bis
Donnerstag, 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr, und Freitag, 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr,
zur Einsicht aus.

Einwendungen gegen diesen Plan können bis spätestens zwei Wochen
nach Ablauf der Auslegungsfrist, bis Dienstag, 7. April 2009, schriftlich
geltend gemacht werden. Die Einwendungen müssen bei der Stadt
Nürnberg, SÖR, Wegerecht, Peuntgasse 5, 90402 Nürnberg oder bei der
Regierung von Mittelfranken, Promenade 27, 91522 Ansbach, schriftlich
eingehen oder zur Niederschrift eingereicht werden. Die Einwendung
muss den geltend gemachten Belang und das Maß seiner
Beeinträchtigung erkennen lassen.

Linienführung U 3
Die U-Bahn-Linie 3 führt vom Bahnhof Gebersdorf im Südwesten der
Stadtüber die Bahnhöfe Kleinreuth, Großreuth bei Schweinau, Gustav-
Adolf-Straße und Sündersbühl zum bereits vorhandenen
Anschlussbauwerk auf der U2 südlich des Bahnhofs Rothenburger Straße.
Zwischen den Bahnhöfen Rothenburger Straße und Rathenauplatz befährt
die U3 dann die vorhandenen Gleisanlagen der U2 und verlässt nördlich
des Bahnhofs Rathenauplatz am ebenfalls bereits vorhandenen
Abzweigbauwerk wieder die Trasse der U2. Anschließend führt die Linie
über die Bahnhöfe Maxfeld, Kaulbachplatz, Friedrich-Ebert-Platz, Klinikum
Nord zum Bahnhof Nordwestring im Nordwesten des Stadtgebiets.

U3 Nordwest – Abschnitt Klinikum Nord bis Nordwestring
Der Bauabschnitt 3 bildet die Verlängerung der U3 Nordwest über den
derzeit in Bau befindlichen Tunnelabschnitt vom Bahnhof Friedrich-Ebert-
Platz zum Bielingplatz hinaus.

Trassenführung und Bauausführung
Der Bahnhof Klinikum Nord wird in offener Bauweise in einer rund acht
Meter tiefen Baugrube errichtet und anschließend wieder aufgefüllt. Ein
Deckel auf dem größten Teil der Baugrube ermöglicht den Anliegern die
Zufahrt zu ihren Grundstücken und bietet provisorischen Parkraum. Der
Bahnhof liegt unter der Heimerichstraße zwischen den Kreuzungen
Heimerichstraße/Hallerstraße und Heimerichstraße/Prof.-Ernst-Nathan-
Straße. Die an beiden Bahnhofsköpfen vorgesehenen Aufgangsbauwerke
(Fahrtreppe und Festtreppe) führen vom Bahnsteig direkt an die
Straßenoberfläche. Beide Aufgänge werden überdacht.

Die an den Bahnhof Klinikum Nord anschließende Tunnelstrecke folgt der
Heimerichstraße in Richtung Westen. Dieser Abschnitt wird in
bergmännischer Bauweise erstellt, der Tunnelvortrieb findet ausschließlich
unterirdisch statt. In dem an den Bahnhof anschließenden
Streckenabschnitt werden zunächst zwei Einzelröhren gebaut, die im
weiteren Verlauf in eine Doppelröhre übergehen. Der Abstand vom Tunnel
zur Oberfläche beträgt ja nach Streckenabschnitt zwischen drei und neun
Meter.

Unter dem Nordwestring liegt der gleichnamige Bahnhof. Er wird in offener
Bauweise errichtet. Die Baugrube ist rund zehn Meter tief. Der Verkehr auf
der Ringstraße wird während der gesamten Bauzeit vierspurig über
Provisorien geführt. Die an beiden Bahnhofsköpfen vorgesehenen
Aufgangsbauwerke (Fahrtreppe und Festtreppe) führen vom Bahnsteig
direkt an die Oberfläche und werden überdacht. Die an den Bahnhof
Nordwestring anschließende Tunnelstrecke wird ebenfalls in offener
Bauweise ausgehoben. Sie liegt unter der Bielefelder Straße und dient als
Wendeanlage. Es ist vorgesehen, mit den Vorwegmaßnahmen 2010 zu
beginnen. Der Rohbau der Tunnelstrecke und der Bahnhöfe soll ab 2011
beginnen. Die Inbetriebnahme ist für 2014 geplant.

U3 Südwest, Abschnitt Gustav-Adolf-Straße bis Großreuth bei
Schweinau
Der Bauabschnitt 2.1 bildet die Verlängerung der U 3 Südwest über den
bereits im Betrieb befindlichen Bahnhof Gustav-Adolf-Straße hinaus in
Richtung Gebersdorf.

Trassenführung und Bauausführung
Der Bauabschnitt 2.1 beginnt am Kehrgleis Großreuth bei Schweinau, das
im Wesentlichen unter der Appenzeller Straße liegt. Das Bauwerk
erstreckt sich von der Herbststraße bis an den Bahnhof Großreuth bei
Schweinau östlich der ZüricherStraße.

Unmittelbar im Anschluss an das Kehrgleis liegt der Bahnhof Großreuth
bei Schweinau. Dieser wird in offener Bauweise errichtet. Das Bauwerk
entsteht in einer zirka zehn Meter tiefen Baugrube. Die Zufahrten zu den
Grundstücken der Anlieger bleibt gewährleistet. Der Bahnhof liegt in einer
bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen Züricher Straße,
Hartungstraße und Gerhart-Hauptmann-Straße. Die Zugangswege zur
Bahn werden erst im Rahmen der dortigen Bauleitplanung festgelegt. Die
an beiden Bahnhofsköpfen vorgesehenen Aufgangsbauwerke (Fahrtreppe
und Festtreppe) führen vom Bahnsteig direkt an die Oberfläche und
werden überdacht.

Nach dem Bahnhof Großreuth bei Schweinau verläuft die Trasse zum Teil
unter vorhandener Wohnbebauung in einer S-Kurve bis an den Bahnhof
Gustav-Adolf-Straße, der seit 2008 in Betrieb ist. Dieser Abschnitt wird in
bergmännischer Bauweise in Form von zwei Einzelröhren drei bis zwölf
Meter tief aufgefahren; der Tunnelvortrieb findet ausschließlich
unterirdisch statt. Es ist vorgesehen, mit den Vorwegmaßnahmen 2010 zu
beginnen. Der Rohbau der Tunnelstrecke und des Bahnhofs soll ab 2011
beginnen. Die Inbetriebnahme ist für 2014 geplant. tom

 
 
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