Stadt Nürnberg
Nachrichten aus dem Rathaus
   
Nr. 169 / 22.02.2010

Studenten gestalten die Zukunft der Pegnitz

 
Achtung: Sperrfrist Montag, 22. Februar 2010, 18 Uhr

Studierende aus Nürnberg und Leipzig haben die Frankenmetropole näher ans Wasser gerückt. „Nürnberg ans Wasser“ ist eine der Leitideen des Projekts „koopstadt“, bei dem sich Bremen, Leipzig und Nürnberg verabredet haben, bis 2015 Konzepte für eine integrierte Stadtentwicklung auszutauschen und umzusetzen.

Studentinnen und Studenten aus beiden Städten haben sich mit vielen höchst professionellen, aber auch besonders kreativen Ideen an dem Wettbewerb beteiligt. „In den Ergebnissen des Studentenwettbewerbs der Hochschulen Nürnberg und Leipzig sehe ich eine große Chance, die Diskussion über die Pegnitz als wichtiges Gestaltungselement in unserer Altstadt anzuregen“ stellt berufsmäßiger Stadtrat Dr. Roland Fleck fest. Mit der Ausstellung „Altstadt ans Wasser“ präsentiert die Stadt Nürnberg zusammen mit der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur aus Leipzig die Ergebnisse des studentischen Wettbewerbs.

Die Ausrichtung eines studentischen Ideenwettbewerbs wurde innerhalb des nationalen Stadtentwicklungsprojekts „koopstadt“ vorgeschlagen und ist eines der zentralen Projekte des Nürnberger Entwicklungsschwerpunkts „Orte am Wasser“. Gefördert wurde der Wettbewerb über das Bund-Länderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ im Stadterneuerungsgebiet „Nördliche Altstadt“, in dem die bessere Einbindung der Pegnitz in die Altstadt umgesetzt werden soll. Die Wettbewerbsergebnisse sollen als Anregungen in die weiterführenden Maßnahmen der Stadterneuerung einfließen.

An dem Wettbewerb haben 25 Masterstudenten in 15 Gruppen aus beiden Hochschulen in den letzten vier Monaten gearbeitet. Sie entwickelten Pläne beziehungsweise Modelle für eine bessere Nutzung der Uferbereiche und für die Belebung des Flusslaufs. „Die Vielseitigkeit und der Ideenreichtum der Studenten in den Ausarbeitungen und Präsentationen haben mich beeindruckt. Daraus ergeben sich wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der Altstadt“, freut sich berufsmäßiger Stadtrat Dr. Roland Fleck. Betreut wurden die Arbeiten von Prof. Ronald Scherzer-Heidenberger von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kunst HTWK Leipzig und von Prof. Florian Fischer und Prof. Ingrid Burgstaller, beide Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg.

Das Preisgericht hat am Freitag, 12. Februar 2010, über die Arbeiten des Wettbewerbs beraten. Der Jury gehörten an:
- Prof. Matthias Loebermann, Hochschule Biberach, (Vorsitzender),
- Prof. Hubert Kress, Dekan der Fakultät Architektur der Georg-Simon- Ohm-Hochschule, Nürnberg,
- Martin zur Nedden, Stadtbaurat, Leipzig,
- Karin Schmid, 03 Architekten GmbH, München,
- Hans-Joachim Schlößl, Leiter Amt für Wohnen und Stadtentwicklung, Nürnberg.

Die Jury vergab drei erste Preise mit einem Preisgeld von je 600 Euro für die Studenten:
- Marta Lòpez, Sven Lechner und Denny Renz, Georg-Simon-Ohm-Hochschule, Nürnberg,
- Fatma Tuna und Tobias Weigel, Georg-Simon-Ohm-Hochschule, Nürnberg
- Deborah Mai und Beatrice Hermsdorf, Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kunst, Leipzig.
Mit einem Sonderpreis von 400 Euro wurden Patrycja Bolek und Johannes Rudel aus Nürnberg ausgezeichnet.

Die Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse können von Dienstag, 23. Februar 2010, bis Montag, 8. März 2010, in der Eingangshalle Theresienstraße 7 vor dem Krafftschen Hof besichtigt werden. Die Ausstellung ist Montag bis Donnerstag von 6.15 Uhr bis 16.30 Uhr und Freitag bis 15.30 Uhr geöffnet. tom