Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 704 / 24.06.2013

Neues Online-Alarmierungssystem „Katwarn“

Als erste Stadt Bayerns führt Nürnberg das kommunale Warn- und Informationssystem „Katwarn“ ein. Ab sofort erhalten alle angemeldeten Bürgerinnen und Bürger behördliche Warnungen vor Gefahrensituationen über eine Smartphone-App. Apps sind Software-Anwendungen mit Service-Charakter für mobile Endgeräte oder mobile Betriebssysteme. Die Warnungen gibt es erstmals sowohl für iPhones wie auch für Android-Smartphones. Alternativ steht das System auch per Short-Message-Service (SMS) und per E-Mail zur Verfügung. Die Anmeldung bei dem vom Berliner Fraunhofer-Institut Fokus und der Versicherungskammer Bayern zur Verfügung gestellten System ist kostenlos.

In Gefahrensituationen wie etwa bei der Entschärfung von Blindgängern, Industrieunfällen oder extremem Unwettern ist es wichtig, betroffene Menschen gezielt über die Gefahr zu informieren. Mit dem Start des Warn- und Informationssystems „Katwarn“ geht Nürnberg einen wichtigen Schritt in diese Richtung: „Katwarn“ versorgt die Nürnbergerinnen und Nürnberger ab sofort über eine App oder per SMS oder E-Mail mit behördlichen Warnungen durch die Nürnberger Feuerwehrleitstelle. Alle „Katwarn“-Warnungen sind postleitzahlengenau und enthalten wichtige Verhaltenshinweise. Zum Beispiel: „Großbrand – Warnung der Feuerwehr, gültig ab sofort, für PLZ xyz, öffentliche Plätze verlassen, Fenster geschlossen halten.“ Zusätzlich erhalten Nutzer der „Katwarn“-App deutschlandweite Warnungen über „extreme Unwetter“ durch den Deutschen Wetterdienst (DWD).

Damit „Katwarn“ von möglichst vielen Menschen verwendet werden kann, wurde gleichzeitig mit dem heutigen Start in Nürnberg erstmals auch die „Katwarn“-App für Android-Smartphones freigeschaltet.

„Mit Warnungen sowohl über eine App für die gängigen Smartphones als auch über SMS für herkömmliche Handys gelingt es uns, viele Menschen im Gefahrenfall direkt zu erreichen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. „Als zweitgrößte Stadt in Bayern mit mehr als 500 000 Einwohnerinnen und Einwohnern tragen wir eine besondere Verantwortung für die Sicherheit.“

Die Umsetzung und Einführung von „Katwarn“ ist ein gelungenes Beispiel, wie Forschung, Wirtschaft und Politik in Nürnberg zusammenarbeiten: Entwickelt wurde „Katwarn“ von den Forschern des Fraunhofer-Instituts Fokus, die das System bereits in Städten wie Berlin und Hamburg erfolgreich eingeführt haben. Die technische Plattform stellt die Versicherungskammer Bayern (VKB) der Stadt gemeinsam mit dem Verband öffentlicher Versicherer und der CombiRisk GmbH als Beitrag zum Gemeinwohl kostenlos zur Verfügung. Lediglich für die Einführung und den Betrieb sowie für das Versenden der Kurznachrichten übernimmt die Stadt Nürnberg die Kosten. Die Bevölkerung Nürnbergs kann den „Katwarn“-Dienst kostenfrei nutzen.

„Mit der Einführung von ‚Katwarn‘ wollen wir einen Beitrag für mehr Sicherheit für die Bürger und ihr Hab und Gut leisten“, erklärt Rainer Fürhaupter, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern. „Als eng mit Bayern und der Stadt Nürnberg verbundenes Unternehmen sehen wir dieses Engagement als Teil unserer Verpflichtung für das Gemeinwohl.“ Für die Forscher des Fraunhofer Fokus ist dies eine Möglichkeit, Forschung aus dem Labor in die Praxis zu bringen. Fraunhofer-Mitarbeiter Ortwin Neuschwander: „Mit unseren Entwicklungen wollen wir die Städte der Zukunft mitgestalten und dabei den Menschen einen spürbare Nutzen bringen.“

Und so kann man sich bei „Katwarn“ anmelden:

„Katwarn“ als Smartphone-App:
Die „Katwarn“-App gibt es kostenlos für iPhones und Android-Smartphones. Sie ist kompatibel mit dem iPhone (ab iOS 5) sowie mit allen gängigen Android-Smartphones (ab Version 2.3.3).
Innerhalb der mit „Katwarn“ versorgten Landkreise und kreisfreien Städte bietet die „Katwarn“-App ortsbasierte Warnungen und Verhaltenshinweise zum aktuellen Standort und zusätzlich zu zwei frei wählbaren „Postleitzahl-Gebieten“. Diese Auswahl kann zu jeder Zeit aufgehoben, angepasst und bei Bedarf ausgeschaltet werden.

„Katwarn“-Warnungen per SMS und optional E-Mail:

SMS-Anmeldung an die Service-Nummer 0163 / 7 55 88 42:

  • für Warnungen per SMS: „Katwarn 12345“ (für das Postleitzahlengebiet 12345)
     
  • für Warnungen per SMS und E-Mail: „Katwarn 12345 hans.mustermann@mail.de“ (für das Postleitzahlengebiet 12345)
  • Abmeldung: „Katwarn aus“
    Außer den üblichen SMS-Gebühren des Mobilfunkanbieters für die einmalige SMS-Anmeldung bei „Katwarn“ – und gegebenenfalls für die Um- beziehungsweise Abmeldung – ist der Warndienst kostenfrei.

Wichtig:

  • Es werden nur Postleitzahlen innerhalb der aktiven „Katwarn“-Gebiete berücksichtigt (Übersicht unter www.katwarn.de). Außerhalb dieser Gebiete versendet „Katwarn“ keine Warnungen.
  • „Katwarn“ per SMS-/ E-Mail berücksichtigt nur eine Postleitzahl pro Handy. Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist optional.
  • „Katwarn“ ersetzt nicht die lokalen Anweisungen von Behörden, Polizei oder Einsatzkräften. Ihnen ist weiterhin unbedingt Folge zu leisten. tom

Weitere Informationen: www.katwarn.de

 

Stadt Nürnberg

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