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Projektgruppe: Nachbarschaftliche Wohnprojekte

Unter Anonymität, Isolation und fehlender Nachbarschaftshilfe leiden im heutigen Wohnalltag vor allem diejenigen, die alleine leben, deren Aktionsradius eingeschränkt ist, deren Hauptaufenthalt, Arbeitsplatz oder Sozialisationsort im privaten Haushalt liegt: alleinstehende und ältere Menschen. Mütter und Kinder, Arbeitslose, Kranke und Behinderte, Menschen, die die deutsche Sprache schlecht beherrschen.

Die Initiative für gemeinschaftliche Wohnformen ging von Menschen aus, die an der Schwelle zum letzten Lebensdrittel stehen und nicht vereinsamt alt werden wollten.

„Selbstbestimmt und gemeinschaftlich wohnen und leben im Alter“ war daher ihr gemeinsames Ziel. Inzwischen interessieren sich alle Altersgruppen für gemeinschaftliche Wohnformen und es gibt schon realisierte Wohnprojekte in sehr unterschiedlichen Bewohnerkonstellationen und Rechtsformen. Es wurde auch eine Beratungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen eingerichtet, die in Selbstorganisation von Interessenten an solchen Wohnformen und einer Projektentwicklerin betrieben wird. Träger der Beratungsstelle ist das "Erste Nürnberger Ökozentrum e.V.".

Seit Mai 2011 gibt es aber eine gravierende Änderungen für die Wohnberatung. Diese ist mit ihrem Büro in das Projekt "allen gerechtes Wohnen" nach Fürth umgezogen.

Da das Projekt "allen gerechtes Wohnen" von der Wohnberatung im Ökozentrum vor 6 Jahren selbst angestoßen und danach mit entwickelt wurde und nun in der Nutzungsphase weiter begleitet wird, war die räumliche Anbindung an das Projekt naheliegend.

Im Anwesen Theresienstr. 30-34 in Fürth kann nun nach 5-jähriger Projektentwicklungs- und Bauphase "best practice" bezüglich wesentlicher Anforderungen an urbane Nachbarschaftlichkeit vorgeführt werden:
- Alte und Junge,
- Deutsche und Ausländer,
- Behinderte und Nichtbehinderte,
- Einkommensstärkere und Einkommensschwächere
unter einem Dach in der Theresienstr. 30-34 ( ehemaliges Kinderkrankenhaus ).

Vielfalt und Vereinigung von Gegensätzen in einem Wohnprojekt war dem Bundesbauministerium 300 000 € Modellförderung aus dem ExWoSt- Forschungsfeld "Innovationen für familien- und altengerchte Stadtquartiere" ( IFAS ) wert. Mit dem Geld wurde sowohl der Aufbau der Selbstorganisation der Bewohner und die Mitsprache bei der Planung, als auch die diversen Gemeinschaftsräume in der Herstellung bezahlt, so dass für den Bewohnerverein in der Nutzungsphase nur Nebenkosten und keine Grundmiete anfallen. Ansonsten könnten sich Einkommensschwache eine Beteiligung am Projekt nicht leisten.

Schritte:

  • Ganzheitliche Beratung
  • Soziale Organisation und Proejktbegleitung für neue wohngruppen ggfs. auch wissenschaftliche Begleitforschung
  • Organisation von Treffen für wohnprojektinteressierte Familiens, Singles und Paare
  • Unterstützung beim Aufbau von Nachbarschaftshilfe und Gemeinschaftsaktionen

Kontakt:

Wohnberatung im Ökozentrum

Theresienstr. 30-34

90762 Fürth

Gerda Zeuss

Telefon: 0911 / 28 82 20

Telefax: 0911 / 28 82 26

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