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Elternbildungsprogramm: Nürnberger Elternbegleiterinnen

Elternbegleiterinnen

Viele Familien sind verunsichert und haben keine hinreichend genaue Vorstellung, wie sie den Bildungsweg ihrer Kinder schon in den frühen Jahren aktiv und positiv begleiten können. Deshalb wurde als ein weiterer Schritt mit dem Projekt "Elternbegleiterinnen" ein niedrigschwelliges Elternbildungsprogramm erprobt.

Wohnortnah

Das Programm findet wohnortnah in Kindertageseinrichtungen, vorwiegend in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf, statt. Dies sind Stadtteile mit hoher Bebauungsdichte und Mobilität sowie mit einer hohen Arbeitslosigkeit und einem erhöhten Armutspotenzial. Zudem weisen diese Stadtteile in der Regel Wohngebiete mit einem hohen Anteil von Familien mit Migrationshintergrund auf. Wichtigste Zielgruppe für das Elternbildungsprogramm sind Eltern in schwierigen Lebenssituationen.

HIPPY und PAT

Der Arbeitsansatz "Nürnberger Elternbegleiterinnen" fußt auf Erfahrungen aus den niedrigschwellig angelegten Elternbildungsprogrammen HIPPY** und PAT* und bindet HIPPY-Materialien ein. Die Elternbegleiterinnen bieten in den Kindergärten wöchentliche Gruppentreffen an und machen Hausbesuche bei den teilnehmenden Familien. In der Gruppe geht es um Themen aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Erziehung, aber auch um integrationsrelevante Themen wie z. B. Aufwachsen mit Zweisprachigkeit. Die Elternbegleiterinnen wohnen im selben Stadtteil wie die betreuten Familien und haben im günstigsten Fall selbst Kinder in der Kindertageseinrichtung.


"Die Nürnberger Elternbegleiterinnen. Kindergärten als Orte der Elternbildung"

In enger Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt hat das Bildungsbüro Nürnberg 2010 das Programm "Nürnberger Elternbegleiterinnen" weiterentwickelt. Das Programm möchte Eltern dabei unterstützen, den Bildungsweg ihrer Kinder schon in frühen Jahren aktiv zu begleiten. Mittlerweile wird das vom Bildungsbüro begleitete und evaluierte Elternbildungsprogramm in sieben Kindertageseinrichtungen angeboten. Die nun erschienene Broschüre "Die Nürnberger Elternbegleiterinnen. Kindergärten als Orte der Elternbildung" stellt Grundlagen des Programms und Erfahrungen aus der ersten Laufzeit vor.

Die Rolle des Bildungsbüros

Das Bildungsbüro verfolgt die Leitziele "Lebenslanges Lernen" und mehr Bildungsgerechtigkeit. Mit einem speziell entwickelten Elternbildungsprogramm sollen deshalb insbesondere Eltern in schwierigen Lebenssituationen in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt werden. Sie sollen dabei unterstützt und begleitet werden, zu ihren Kindern eine positive Eltern-Kind-Beziehung aufzubauen und diesen als kompetente Entwicklungsbegleiter zur Seite stehen können.


*PAT

Parents As Teachers - Mit Eltern Lernen
2004 hat das Bündnis für Familie in Kooperation mit der AWO Nürnberg das Programm nach Deutschland geholt. Das Bündnis entwickelte zu diesem Zeitpunkt das Konzept des Integrationsprogramms "Spielend lernen in Familie und Stadtteil". Gesucht wurde ein Programm, das junge Familien in schwierigen Lebenslagen ab der Schwangerschaft bis zum Eintritt in den Kindergarten bei der Erziehung ihrer Kinder unterstützt und begleitet.

*HIPPY

HIPPY - ein Eltern-Kind-Programm zur Sprachförderung und Schulvorbereitung
Das Programm HIPPY der Arbeiterwohlfahrt richtet sich an Migrantenfamilien, die Kinder im Alter von 4-6 Jahren haben. HIPPY fördert bei den Kindern das logische Denken, übt das Gedächtnis, verstärkt die Neugier auf das Lernen und bildet die Fein- u. Grobmotorik aus. HIPPY-geförderte Kinder verlieren die Scheu vor dem Lernen, sind in der Schule selbstbewusster und nehmen aktiv am Unterricht teil. Beide, Eltern und Kinder, verbessern durch die Programmteilnahme ihre deutschen Sprachkenntnisse.

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