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Häufige Fragen, Sozialpsychiatrischer Dienst

Mit welchen Problemen und Fragestellungen kann ich mich an den sozialpsychiatrischen Dienst wenden?

Wir beraten und unterstützen bei allen Fragen hinsichtlich psychischer Erkrankungen, Problemen und in Krisensituationen, unabhängig von der jeweiligen Diagnose und egal, ob Sie selbst Betroffener, Angehöriger oder auch Nachbar, Arbeitgeber etc. sind.

Was kann der sozialpsychiatrische Dienst für mich tun?

Wir beraten und unterstützen Sie sowohl telefonisch, persönlich in unseren Beratungsräumen im Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg als auch in Formen von Hausbesuchen. Wir helfen Ihnen z.B. , Krisen zu bewältigen, mehr über ihre Erkrankung zu erfahren, sich psychisch zu stabilisieren, die richtige Therapie zu finden und als Angehöriger geeignete Strategien im Umgang mit Betroffenen zu entwickeln. Eine medikamentöse Behandlung durch den sozialpsychiatrischen Dienst ist nicht möglich.

Werden Informationen über mich an andere Stellen und Einrichtungen weitergegeben?

Alle Mitarbeiter im sozialpsychiatrischen Dienst unterliegen der Schweigepflicht und gehen verantwortungsvoll und vertraulich mit Ihren Informationen um. Ebenso werden alle geltenden Richtlinien zum Datenschutz eingehalten. Wenn es fachlich sinnvoll erscheint, mit anderen Institutionen zusammen zu arbeiten, werden wir Sie nach einer freiwilligen Schweigepflichtsentbindung fragen. Einzige Ausnahme sind Situationen, in den Ihr Leben oder das von anderen Personen gefährdet ist. In solchen Fällen sind wir zum sofortigen Handeln z.B. in Zusammenarbeit mit der Polizei verpflichtet.

Wie lange muss ich auf einen Termin im sozialpsychiatrischen Dienst warten?

Normalerweise können wir Ihnen sowohl einen Beratungstermin als auch einen Hausbesuch in einem Zeitraum von max. 8-10 Tagen anbieten. In akuten Krisenfällen wie z.B. bei Suizidalität werden wir sofort tätig.

Über welche Qualifikationen verfügen die Mitarbeiter im sozialpsychiatrischen Dienst?

Wir sind ein interdisziplinäres Team aus Fachärzten und Sozialpädagogen. Alle Mitarbeiter sind psychiatrisch geschult und mit unterschiedlichen psychiatrischen Störungsbildern und Methoden der Beratung und Krisenhilfe gut vertraut.

Hilft der sozialpsychiatrische Dienst, hygienische Missstände und Vermüllung in Wohnungen zu beseitigen?

Wir sind eine sozialpsychiatrische Beratungsstelle und können Ihnen Wege aufzeigen, wie Sie mit solchen Problemen umgehen können. Für die Beseitigung unhygienischer Verhältnisse in Wohnungen sind wir jedoch fachlich nicht zuständig. Sie können jedoch einen Flyer mit entsprechenden Informationen über geeignete Hilfsangebote bei uns anfordern.

Handelt der sozialpsychiatrische Dienst auch gegen meinen Willen?

Grundsätzlich arbeiten wir vertrauensvoll und auf freiwilliger Basis mit unseren Kunden zusammen. In Einzelfällen, z.B. wenn eine Person aufgrund einer Demenzerkrankung hilflos ist, den Hilfebedarf aber krankheitsbedingt nicht mehr selbst sehen kann, regen wir beim zuständigen Amtsgericht die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung ein. Das Gericht prüft dann noch einmal unabhängig, ob diese tatsächlich notwendig ist und trifft entsprechend eine Entscheidung. Nur in absoluten Notfällen, d.h. wenn eine Person akut selbst- oder fremdgefährdend ist, sind wir verpflichtet, eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik einzuleiten. Dies ist jedoch stets das letzte Mittel der Wahl und findet nur dann Anwendung, wenn alle Maßnahmen auf freiwilliger Basis gescheitert sind.

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