Kontakt

Grippe (Influenza)

Besonders gefährdete Personen

Die kommende kalte und feuchte Jahreszeit ist erfahrungsgemäß auch "Grippezeit". Daher sollte schon jetzt an einen ausreichenden Impfschutz gedacht werden.

Man muss hier klar zwischen Erkältungskrankheiten und einer echten Virusgrippe, der Influenza, unterscheiden. Letztere ist zweifellos die gefährlichere Erkrankung. Es gibt hier jedoch glücklicherweise die Möglichkeit einer aktiven Schutzimpfung. Diese Grippeschutzimpfung schützt zwar nicht sicher gegen alle Influenzaviren, da diese sich ständig verändern. Es werden aber durch entsprechende Zubereitungen immer die optimalen Zusammensetzungen für die Impfstoffe gewählt. Aus diesem Grund sollten sich gefährdete Personen jedes Jahr mit dem jeweils aktuellen Impfstoff impfen lassen.

Dazu gehören Erwachsene und Kinder mit folgenden Grunderkrankungen:

  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Chronische Erkrankungen der Atemwege
  • Chronische Nierenerkrankungen
  • Chronische Blutarmut
  • Zuckerkrankheit oder andere chronische Stoffwechselerkrankungen
  • Angeborene und erworbene oder durch Behandlung bedingte Immunstörungen, d. h. nachgewiesene Abwehrschwäche
  • Personen über 60 Jahren
  • Personen, die berufsbedingt erhöhter Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind. Beschäftigte in Krankenhäusern, Altenheimen oder Arztpraxen haben nicht nur ein erhöhtes Risiko selbst an der Virusgrippe zu erkranken, sondern gefährden durch eine Infektion auch ihre eigenen Patienten

Wenn Epidemien auftreten oder auf Grund von epidemiologischen Beobachtungen befürchtet werden erfolgen entsprechende Empfehlungen durch die Gesundheitsbehörden.

Ansteckung und Krankheitsverlauf

Die mittlere Inkubationszeit, d. h. die Zeit vom Aufnehmen der Erreger bis zum Ausbruch der Erkrankung beträgt durchschnittlich nur 1 bis 5 Tage. Die Ausscheidung der Krankheitserreger und damit die Gefahr der Weiterverbreitung beträgt bei Erwachsenen etwa 2 bis 7 Tage. Säuglinge können die Viren bis zu 2 Wochen lang ausscheiden. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, d. h. durch Husten, Niesen oder direkten Kontakt mit der Ausatmungsluft.

Das klassische Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch plötzlichen Beginn mit steilem Temperaturanstieg, Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens mit Kopf-, Glieder-, Muskelschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, teilweise auch Durchfall, sowie besonders Entzündungen der Luftwege, vor allem des Kehlkopfs.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich in erster Linie gegen die Bekämpfung der Symptome. Bei einer Influenza Typ A kann auch ein spezifisches virenhemmendes Medikament zum Einsatz kommen. Es mildert und verkürzt den Krankheitsverlauf. Nachteil ist, dass sich die Viren schnell an das Medikament gewöhnen können und damit seine Wirkung nachlässt.
Gegen den Typ B ist es ohnehin nicht wirksam.

Wir raten Ihnen daher zur vorbeugenden Impfung durch Ihren Arzt. Der aktuelle Impfstoff ist entsprechend der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation festgesetzt und entspricht dem derzeit wahrscheinlichsten infrage kommenden Erregern.

Das Gesundheitsamt selbst führt keine Grippeschutzimpfungen durch.

Im übrigen werden die Kosten für die Impfungen von den gesetzlichen Krankenkassen und in der Regel auch von den Privatkassen übernommen.

Älteren Menschen und Personen mit Grunderkrankungen wird auch die (alle sechs Jahre zu erneuernde) Schutzimpfung gegen Pneumokokken, wichtige Erreger von Lungen- und Hirnhautentzündung, empfohlen.

Mehr zum Thema

URL dieser Seite:
<http://www.nuernberg.de/internet/gesundheitsamt/grippe.html>