Kontakt

Aktuelle Informationen zum Infektionsschutz auf Reisen

Stand: 05.06.2019


Chile

Dengue:
Seit Anfang des Jahres wurden 22 lokale Infektionen auf der Osterinsel bestätigt. Kurz nachdem der Vektor auf der Insel eingeschleppt wurde gab es 2002 eine große Epidemie. Zu kleineren Ausbrüchen kam es in den Jahren 2006-2009, 2016 und 2018. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Dominikanische Republik

Dengue:
In diesem Jahr wurden bereits ca. 1.810 Erkrankungen registriert. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt ca. 1.560 Infektionen und ein Todesfall verzeichnet. 2017 wurden ca. 1.360 Verdachtsfälle gemeldet. 3 Menschen sind verstorben. 2016 wurden ca. 6.645 Verdachtsfälle gemeldet. 641 Erkrankungen verliefen schwer, es gab 39 Todesfälle. Mückenschutz beachten.

Frankreich

Masern:
Landesweit wurden in diesem Jahr bereits 1.289 Fälle registriert. Ein Mensch ist verstorben. Wie im vergangenen Jahr gehört die Region Region Provence-Alpes-Côte d'Azur zu den am stärksten betroffenen Regionen Frankreichs. Seit November 2017 sind die Fallzahlen stark gestiegen. Im vergangenen Jahr sind 2.727 Menschen erkrankt und 3 verstorben. 2017 wurden landesweit 519 Fälle verzeichnet, das sind etwa 6 Mal so viele wie 2016. Die meisten Infektionen stammten aus den Regionen Lothringen, Nouvelle-Aquitaine und Okzitanien. Ende Juni 2017 war in Marseille ein 16-jähriges Mädchen verstorben. Impfschutz beachten.

Französisch Polynesien

Dengue:
Seit März wurden in den Gemeinden Mahina, Faa'a und Papara (Hauptstadt Papeete auf der Insel Tahiti) lokale Infektionen mit dem Dengue Typ 2 nachgewiesen. Mitte Mai wurde je eine lokal erworbene Infektion von Bora Bora und Taiohae (Marquesas-Inseln) gemeldet, insgesamt wurden 23 Infektionen registriert. Die Behörden haben die Bekämpfungsmaßnahmen verstärkt. Außerdem wurden in diesem Jahr bereits 33 Infektionen mit dem Dengue Typ 1 bestätigt, betroffen sind die Inseln Bora Bora, Moorea, Raiatea, Rangiroa und Tahiti. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Japan

Röteln:
Der Ausbruch setzt sich auch in diesem Jahr fort, es wurden bereits mehr als 1.300 Infektionen gemeldet. Landesweit sind im vergangenen Jahr etwa 2.980 Menschen erkrankt. Besonders betroffen sind die Stadt Tokio und die Präfekturen Chiba, Kanagawa und Osaka auf der Insel Honshu sowie die Präfektur Fukuoka auf der Insel Kyushu. Vor einer Reise sollte immer auch der Standardimpfschutz überprüft und ggf. aufgefrischt werden.

Kongo, Republik

Chikungunya:
Presseberichten zufolge wurden seit Anfang des Jahres 2.000 Infektionen bestätigt. Überwiegend Frauen sind betroffen. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Laos

Dengue:
Die Erkrankung kommt landesweit vor. Seit Januar wurden 2.405 Infektionen und 8 Todesfälle gemeldet. Im vergangenen Jahr wurden ca. 6.200 Fälle registriert, 14 Menschen sind verstorben. Auch die Hauptstadt Vientiane ist betroffen. Die meisten Fälle wurden in den Provinzen Attapeu (S), Champassak (S) und Savannakhet (Z) verzeichnet. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Madagaskar

Masern:
Seit Anfang September letzten Jahres wurden landesweit ca. 145.140 Fälle gemeldet. 1.205 Menschen sind verstorben. Am stärksten betroffen ist die Hauptstadt Antananarivo mit ihrer Umgebung. Vor einer Reise sollte immer auch der Standardimpfschutz überprüft und ggf. aufgefrischt werden.

Malediven

Chikungunya:
Seit Anfang des Jahres wurden ca. 930 Erkrankungen gemeldet. Es ist der erste größere Ausbruch seit 2006. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Mauritius

Dengue:
Seit Februar wurden 130 Infektionen bestätigt, besonders betroffen ist der Bezirk Port Louis. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Mayotte

Rift Valley-Fieber:
Seit November letzten Jahres wurden 137 Infektionen beim Menschen bestätigt. Die meisten Fälle stammen aus dem Zentrum und aus dem Nordwesten der Insel. In den betroffenen Gebieten sind auch zahlreiche Haustiere verendet. Das verursachende Virus wird durch Kontakt mit infizierten tierischen Produkten oder Ausscheidungen, mit infektiösem Tierblut sowie durch Mückenstiche übertragen. Reisende sollten sich vor tag- und nachtaktiven Mücken schützen und direkten Kontakt mit Schlachtvieh bzw. dessen rohen Produkten meiden.

Neuseeland

Masern:
Seit Mitte März steigen die Fallzahlen in Auckland an, bisher wurden 76 Erkrankungen gemeldet. Landesweit wurden in diesem Jahr 158 Infektionen registriert. Impfschutz beachten.

Philippinen

Dengue:
Seit Anfang des Jahres wurden ca. 67.110 Infektionen gemeldet. Mindestens 277 Menschen sind verstorben. Bereits im letzten Jahr wurde in weiten Teilen des Landes ein Anstieg der Fallzahlen beobachtet. 2018 wurden landesweit ca. 199.270 Infektionen und 366 Todesfälle verzeichnet. Schutz vor tagaktiven Überträgermücken beachten.

Réunion

Dengue:
Seit Jahresbeginn wurden 13.000 Erkrankungen und 9 Todesfälle verzeichnet. Seit Anfang 2018 wurden über 20.000 lokale Infektionen und 15 Todesfälle bestätigt. Besonders betroffen sind die West- und die Südküste der Insel. Schutz vor den tagaktiven Überträgermücken beachten.n.

Saudi-Arabien

Einreisebestimmungen, Impfpflicht:
Die Hajj- und Umrah-Saison richtet sich nach dem islamischen Lunarkalender. Das große Opferfest Eid Al-Adha findet in diesem Jahr Mitte August statt. Für Pilger und Saisonarbeiter gelten nach Angaben des saudischen Gesundheitsministeriums folgende Bestimmungen und Empfehlungen:
1. Einreisende aus Gelbfieber-Endemiegebieten müssen eine gültige Gelbfieberimpfung vorweisen.
2. Eine Impfung mit einem tetravalenten Impfstoff gegen Meningitis (ACWY) muss von allen Pilgern ab 2 Jahren nachgewiesen werden. Die Impfung muss mindestens 10 Tage vor Einreise erfolgen. Konjugatimpfstoffe haben eine Gültigkeit von 5 Jahren, bei fehlender Angabe des Impfstofftyps oder Verwendung des Polysaccharidimpfstoffs beträgt die Gültigkeit 3 Jahre. Darüber hinaus erhalten alle Personen aus Ländern des afrikanischen Meningitis-Gürtels bei der Einreise eine Chemoprophylaxe zur Verminderung des Ausscheider-Risikos
3. Alle Pilger, die aus Ländern mit zirkulierendem Poliomyelitis-Wildvirus oder Vakzine-abgeleitetem Poliovirus Typ 2 (cVDPV2) bzw. aus Ländern bei denen die Gefahr eines erneuten Auftretens der Polioerkrankung besteht einreisen, müssen eine Impfung mindestens 4 Wochen vor Einreise nachweisen. Die Impfung kann mit dem oralen (OPV) oder parenteralen (IPV) Impfstoff erfolgen und darf nicht länger als 12 Monate zurückliegen. Zusätzlich erhalten sie an der Grenze eine weitere Gabe von OPV.
4. Eine Grippeimpfung gegen saisonale Influenza ist dringend empfohlen, insbesondere bei Pilgern mit Vorerkrankungen und medizinischem Personal.
5. Verboten ist weiterhin die private Einfuhr von frischen Nahrungsmitteln.
6. Aufgrund internationaler Ausbrüche (z.B. MERS-CoV) wird älteren Menschen, chronisch kranken oder immungeschwächten Personen, Schwangeren und Kindern empfohlen auf die Pilgerreise zu verzichten.
7. Zum Schutz vor Atemwegsinfektionen wird allen Pilgern zu sorgfältiger Hygiene geraten. In großen Menschenmengen sollten Atemmasken getragen werden.
Eine Impfung gegen saisonale Influenza kann gelegentlich (entgegen der offiziellen Bestimmungen www.moh.gov.sa/en/Hajj) bei Visum-Antrag verlangt werden, ebenso wie eine ärztliche Bescheinigung, dass der Reisende gesund und frei von ansteckenden Krankheiten ist.
zuletzt aktualisiert: 04.06.2019

Südafrika

Dengue:
Das Virus ist im Stadtstaat verbreitet. Da es dort keine terminierten Regenzeiten gibt, ist ganzjährig mit einem Übertragungsrisiko zu rechnen, das nach stärkeren Regenperioden ansteigt. In diesem Jahr liegen die Fallzahlen über denen der beiden Vorjahre. Bisher sind 3.918 Menschen erkrankt. Es gab 3 Todesfälle. Im vergangenen Jahr wurden 3.233 Infektionen verzeichnet. 2017 wurden 2.641 Fälle registriert. Das waren die niedrigsten Fallzahlen seit 2001. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Tansania

Dengue:
Seit Jahresbeginn wurden 2.378 Infektionen bestätigt, alle bis auf eine stammen aus den Küstenstädten Daressalam und Tanga. 2 Menschen sind verstorben. Infolge starker Regenfälle Anfang Mai kann ein Anstieg der Fallzahlen in der Region nicht ausgeschlossen werden. Der Erreger kommt in Tansania regelmäßig vor. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

USA

Masern:
Seit Oktober 2018 wurden in den benachbarten Bundesstaaten New York und New Jersey mehrere Ausbrüche gemeldet. In diesem Jahr sind in 26 Bundesstaaten bisher 981 Menschen erkrankt. Es ist der größte Ausbruch seit dem Jahr 1992. Lokale Cluster kommen immer wieder vor, Reisende sollten ihren Impfschutz vor der Abreise überprüfen.

Zentralafrikanische Republik

Poliomyelitis:
Im Mai wurden in Bambari (Präfektur Ouaka) 2 Infektionen mit Impfstoff-abgeleitetem Poliovirus Typ 2 (cVDPV2) registriert. Der Indexfall hat eine akute schlaffe Lähmung entwickelt, eine infizierte Kontaktperson blieb symptomlos. Durch das Auftreten des cVDPV2 wurde die Republik von der WHO als Land mit potentiellem Risiko der internationalen Verbreitung des Erregers eingestuft. Die letzten Infektionen mit einem Wildvirus wurden 2000 registriert. Impfschutz beachten.

Mehr zum Thema

Aktualisiert am 25.07.2021, 16:11 Uhr

Zurück zum Seitenanfang URL dieser Seite
<http://www.nuernberg.de/internet/gesundheitsamt/reiseinfo.html>