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Aktuelle Informationen zum Infektionsschutz auf Reisen

Stand: 09. Februar 2018


Barbados

Darminfektionen:
Im Süden der Insel zwischen Hastings und St. Lawrence ist es zu einem Anstieg von Durchfallerkrankungen gekommen, auch Touristen sollen betroffen sein. In der Region gibt es Probleme mit dem Abwassersystem, es kommt zu Rohrbrüchen und Überschwemmungen. Die Behörden haben einen Zusammenhang mit diesen Ereignissen ausgeschlossen. Reisende sollten auf eine sorgfältige Nahrungs- und Trinkwasserhygiene achten und den Kontakt zu Abwasser meiden.

Brasilien

Gelbfieber:
Im Januar ist ein Tourist nach seiner Rückkehr aus Brasilien in den Niederlanden erkrankt. Er hatte sich seit Mitte Dezember im Bundesstaat Sao Paulo und dort auch in der Stadt Mairipora aufgehalten. Seit September letzten Jahres wurden in folgenden Bundesstaaten 130 Infektionen inklusive 53 Todesfällen gemeldet: Sao Paulo, Minas Gerais, Rio de Janeiro und im Federal District. Die meisten Fälle wurden im Dezember und Januar registriert. Vom 9.-14. Februar findet der Karneval statt. Die Behörden erwarten eine Zunahme von Infektionen auch bei ungeimpften Touristen. Die Behörden haben die Bevölkerung zur Impfung aufgefordert. Zuvor waren in der Region zahlreiche Affen an der Infektion verendet. Zwischen Dezember 2016 und August 2017 wurde der größte Gelbfieberausbruch der letzten 30 Jahre verzeichnet. Am stärksten betroffen war der Südosten des Landes. Derzeit wird noch für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.

Malaria:
Seit Mitte Januar wurden in Wenceslau Guimaraes im Bundesstaat Bahia mehr als 20 lokale Malaria tertiana-Erkrankungen gemeldet. Die Region gilt als malariafrei, die Infektion wurde vermutlich aus dem Bundesstaat Para eingeschleppt. Reisende sollten auf einen sehr guten Mückenschutz achten und bei bei Fieber und grippalen Symptomen einen Arzt aufsuchen.

Deutschland

Influenza:
Ende Dezember letzten Jahres (KW 52) hat die Grippewelle begonnen. Die Grippeaktivität ist landesweit deutlich bis stark erhöht. Seit Ende November 2017 bis zum 06. Februar wurden 37.075 labordiagnostisch bestätigte Fälle beim Robert Koch-Institut registriert. Impfschutz und persönliche Hygiene beachten.

Großbritannien

Masern:
Seit Beginn des Jahres wurden in England und Wales 183 Erkrankungen gemeldet. In London wurden im Januar 7 Infektionen verzeichnet. Bereits im vergangenen Jahr war es zu einem Anstieg der Fallzahlen gekommen. Ein Zusammenhang mit den Ausbrüchen in anderen europäischen Ländern wird vermutet. Impfschutz beachten.

Scharlach:
Die Erkrankung unterliegt saisonalen Schwankungen. In der Regel steigen die Fallzahlen ab September an und erreichen zwischen März und April ihren Höhepunkt. Bereits seit Beginn der aktuellen Saison im September letzten Jahres wurden hohe Fallzahlen gemeldet. Bisher sind 6.225 Infektionen gezählt worden, das sind etwa doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch in Wales haben die Erkrankungen zugenommen, in diesem Jahr wurden 187 Fälle gemeldet. Kontakte mit Kranken sollten gemieden werden.

Kenia

Chikungunya:
Seit Mitte Dezember letzten Jahres wurden in Mombasa und dem angrenzenden Kilifi County 32 Infektionen bestätigt, es gibt weitere 511 Verdachtsfälle. Die Behörden haben Maßnahmen zur Mückenbekämpfung eingeleitet. Das Virus kommt in Kenia regelmäßig vor, verursacht aber nur selten größere Ausbrüche. Sorgfältigen Mückenschutz beachten.

Kongo, Demokratische Republik

Cholera:
Seit Ende November 2017 gibt es einen Ausbruch in der Hauptstadt Kinshasa mit 931 Erkrankungs- und 38 Todesfällen. Anfang Januar kam es in der Stadt zu Überschwemmungen, infolge dessen wird eine Zunahme der Infektionen befürchtet. Landesweit wurden seit Beginn des Jahres 1.784 Infektionen und 24 Todesfälle verzeichnet. Im letzten Jahr wurden landesweit etwa 55.000 Erkrankungen und 1.193 Todesfälle gemeldet. Hygiene und ggf. Impfschutz beachten.

Namibia

Hepatitis E:
Seit Mitte Dezember letzten Jahres sind in der Hauptstadt Windhoek mehr als 550 Menschen erkrankt, 3 Frauen sind verstorben. Die meisten Infektionen stammen aus den informellen Siedlungen Havana, Goreangab, Hakahana, Greenwell Matongo und Ombili im Stadtteil Katutura. Die Infektion erfolgt meistens über verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel. Die Krankheit ist in der Regel gutartig, lediglich Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. Hygiene sorgfältig beachten.

Neukaledonien

Dengue:
Die Zahl der Neuerkrankungen im Rahmen des Ausbruchs, der seit Januar 2016 zu mehr als 5.000 Infektionen geführt hat, steigen nach einem vorübergehenden Rückgang erneut leicht an. Im Oktober letzten Jahres wurden nur 6 Erkrankungen registriert, im November waren es 9 und im Dezember wieder 14. Seit Anfang des Jahres sind 59 Menschen erkrankt. Am stärksten betroffen ist die Hauptstadt Noumea. Schutz vor den überwiegend tagaktiven weiterhin Mücken beachten.

Neuseeland

Mumps:
Seit Beginn letzten Jahres wurden in Auckland bereits ca. 1.140 Infektionen registriert. Die meisten Betroffenen sind Schüler und junge Erwachsene zwischen 10 und 29 Jahren. Auch aus weiteren Regionen wurden Einzelfälle gemeldet. Solche lokalen Ausbrüche kommen immer wieder vor, Austauschschüler und Studenten sollten ihren Impfschutz vor der Abreise überprüfen.

Nigeria

Lassa-Fieber: In diesem Jahr wurden bereits 405 Verdachtsfälle und 22 Todesfälle verzeichnet, betroffen sind die Bundesstaaten Edo, Ondo, Bauchi, Nasarawa, Ebonyi, Anambra, Benue, Kogi, Imo, Plateau, Lagos, Taraba und Delta. Seit Beginn des Ausbruchs im Dezember 2016 wurden mehr als 1.320 Infektionen und 149 Todesfälle gemeldet. Lassa kommt in Nigeria regelmäßig vor und verbreitet sich v.a. über Nager. Für Reisende besteht nur ein geringes Infektionsrisiko.

Sambia

Darminfektionen:
Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit; Cholera tritt während der Regenzeit (Oktober bis März) regelmäßig auf. Der letzte große Ausbruch wurde Anfang 2016 gemeldet. Am stärksten betroffen war die Hauptstadt Lusaka. Seit Anfang Oktober letzten Jahres sind die Fallzahlen dort erneut auf ca. 3.940 angestiegen. 83 Menschen sind verstorben. In mehreren Regionen des Landes werden immer wieder Typhus-Ausbrüche registriert. Hygiene und ggf. Impfschutz beachten.

Simbabwe

Darminfektionen:
Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Aufgrund mangelhaft funktionierender Abwassersysteme kommt es landesweit weiterhin zu Cholera-Ausbrüchen. Seit Mitte Januar wurden in Chegutu (Provinz Mashonaland West) mehr als 90 Erkrankungen und 4 Todesfälle verzeichnet. Typhus kommt im Land ebenfalls regelmäßig vor. Ausgehend von dem Stadtteil Mbare wurden in der Hauptstadt Harare seit Mitte Oktober letzten Jahres etwa 2.445 Infektionen gemeldet. In der ersten Januarwoche wurden 200 Erkrankungen gemeldet. Hygiene und ggf. Impfschutz beachten.

Südafrika

Listeriose:
Seit Anfang letzten Jahres wurden 852 Infektionen bestätigt, 107 Menschen sind verstorben. Die Provinzen Gauteng, Western Cape und KwaZulu-Natal sind besonders betroffen. Der Ursprung des Ausbruchs wurde noch nicht identifiziert. Die Behörden vermuten allerdings, dass es sich um eine einzige Infektionsquelle handelt. Die Erreger werden über Lebensmittel übertragen, besonders gefährdet sind immungeschwächte Personen, Ältere, Schwangere und Kinder.

USA

Hepatitis A:
Die Gesundheitsbehörden von Michigan warnen vor einem Ausbruch im Südosten des Bundesstaates, der seit August 2016 zu 727 bestätigten Infektionen und 24 Todesfällen geführt hat. Besonders betroffen ist die Stadt Detroit. Die Sterberate ist ungewöhnlich hoch, die Ursache dafür wird untersucht. Etwa ein Drittel der Betroffenen ist obdachlos oder hatte Kontakt zu illegalen Drogen. Einen ähnlichen Ausbruch gibt es seit Anfang des vergangenen Jahres auch in San Diego (Bundesstaat Kalifornien). Es sind 577 Menschen erkrankt und 20 verstorben. Im Bundesstaat Utah wurden seit September 169 Erkrankungen verzeichnet. Das Risiko für Reisende ist relativ gering.

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Aktualisiert am 13.02.2018, 11:38 Uhr

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