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SARS - Schweres akutes respiratorisches Syndrom

Eine hochansteckende Atemwegserkrankung unbekannter Ursache ist in Hongkong, Singapur und vor allem China aufgetreten. In Deutschland wurden bei Reisenden aus diesen Ländern 10 Fälle bekannt; Infektionen, die innerhalb Deutschlands weitergegeben wurden, existieren bislang nicht.
Das bisher beobachtete Krankheitsbild beginnt ähnlich wie eine Grippe.
Ein Verdachtsfall von SARS ist gegeben wenn:
Erkrankungsbeginn nach dem 1.November 2002
UND
Fieber > 38°C
UND
eines oder mehrere respiratorische Symptome auftreten wie zum Beispiel Husten, Atemnot
oder Kurzatmigkeit
UND
mindestens eine der folgenden Expositionen vorliegt:

  • Enger Kontakt innerhalb von 10 Tagen vor Beginn der Symptome mit einem Verdachts- oder wahrscheinlichen Fall für SARS
  • Aufenthalt innerhalb von 10 Tagen vor Beginn der Symptome in einer Region, aus der eine lokale Übertragung von SARS innnerhalb der letzten 20 Tage berichtet wurde, diese sind (WHO vom 24.06.2003): China, Taiwan Kanada, Toronto
  • Einwohner einer Region aus der lokale Übertragungen innerhalb der letzten 20 Tage gemeldet wurden (s.o.).

Die tatsächliche Infektion mit SARS muß durch den Virusnachweis in einem anerkannten Labor bestätigt werden.

Die gesamte Zahl der an die Weltgesundheitsorganisation übermittelten Verdachtsfälle beträgt derzeit bei ca. 8.450. Diese Zahl, aber auch die Länder, in denen die Erkrankung bisher aufgetreten ist, kann sich täglich ändern. Am 4.06.2003 wurden der WHO erstmals seitdem 28. März 2003 keine neuen Todesfälle durch SARS gemeldet. Am 09.06.2003 werden laut WHO-Statistik nur noch aus Kanada mehr als 10 neue Verdachtsfälle mit SARS berichtet. Für alle anderen Länder ist die Zahl unter 5 gesunken. Am 23.06.2003 wurden nur noch 2 neue Fälle der WHO gemeldet. Am 01. Juli 2003 geht die WHO davon aus, dass keine weiteren Infektionsfälle mehr gemeldet werden und SARS damit keine Bedrohung mehr darstellt.


Reisewarnungen

Seit dem 12.Mai unterscheidet die WHO bei ihren Reisewarnungen zwischen Ländern, in die Reisen generell abgesagt werden sollten und Ländern, die eine Weiterverbreitung durch Reisende unterbinden sollten. Alle HInweise Reisen in einzelne Regionen Chinas zu uinterlassen wurden am 24. Juni durch die WHO zurückgenommen. Die folgenden Länder sollten aber witerhin durch Befragung der Reisenden und Kontrolle der Körpertemperatur (Fieber) ausschließen, dass SARS-Fälle in andere Länder exportiert werden: In China die Region Taiwan und in Kanada die Region Toronto (Stand 24.Juni 2003).

Wir werden Sie natürlich über die weitere Entwicklung informieren. Das Robert-Koch-Institut in Berlin bietet detaillierte Erkenntnisse auf seiner Internetseite und eine telefonische Hotline für Bürger und medizinisches Personal an.
Für interessierte Bürger in Bayern steht ab Freitag, den 4. April 2003 ein zentrales Telefonangebot "SARS" zur Verfügung.
Außerdem können Sie sich im Gesundheitsamt telefonisch unter der Rufnummer 0911/231-7620 von Montag bis Freitag 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr beraten lassen.

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