Kontakt

Anzeichen für eine Erkrankung

Im Anfangsstadium erzeugt die Lungentuberkulose meist keine besonders auffälligen und charakteristischen Beschwerden. Mögliche Symptome sind zum Beispiel:

  • Husten oder Hüsteln
  • Müdigkeit
  • Nachtschweiß
  • leichtes Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Atemnot
  • Gewichtsabnahme

Diese Krankheitssymptome können, müssen aber nicht auftreten. Wegen der Symptomarmut der Tuberkulose ist es besonders wichtig, dass alle Menschen untersucht werden, die in der Umgebung von an offener Lungentuberkulose Erkrankten

  • leben oder arbeiten
  • gelebt oder gearbeitet haben (sog. Kontaktpersonen)

Betroffene Kontaktpersonen sollten sich auch dann auf eine mögliche Tuberkulose untersuchen lassen, wenn sie sich völlig gesund fühlen. Fehlende Symptome sind keine Sicherheit dafür, dass keine Infektion stattgefunden hat. Diese Gewissheit erbringt nur eine sorgfältige Diagnose.

Infektionsrisiko für Kontaktpersonen

Die Wahrscheinlichkeit, ob eine Kontaktperson infiziert wurde, ist abhängig von

  • der Kontaktintensität, das heißt wie häufig oder eng der Kontakt in der Familie war, oder ob nur gelegentlicher Kontakt in der Nachbarschaft bestand
  • der Massivität der Bakterienausscheidung des Erkrankten, das heißt wie viele Bakterien beim Sprechen, Husten etc. in die Umgebung abgegeben werden
  • der Expositionsdauer, das heißt wie lange der Kontakt zum Erkrankten bestand
  • dem Verhalten des Erkrankten(„Hustendisziplin“)

Wie viele Kontaktpersonen untersucht werden, wie häufig und in welchen Abständen diese Untersuchungen durchgeführt werden müssen, hängt vom Einzelfall ab. Je nach Intensität des Kontaktes werden bei einer offenen Lungentuberkulose im Abstand von mehreren Monaten ein- bis dreimal Kontrolluntersuchungen durchgeführt. Dieses wird mit den betroffenen Kontaktpersonen besprochen.

URL dieser Seite:
<http://www.nuernberg.de/internet/gesundheitsamt/tbc_anzeichen.html>