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Wir setzen ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt an Frauen

Betroffene müssen effektiver geschützt und Fälle sexualisierter Gewalt stringenter verfolgt werden. Wir fordern daher sowohl ein Null-Toleranz-Strategie gegenüber sexualisierter Gewalt und sexueller Belästigung als auch wirksame Präventionsstrategien.

Die weltweite Kampagne unter dem hashtag #metoo, in der hunderttausende Frauen und Männer weltweit ihre Erfahrungen mit Alltagssexismus und sexuelle Übergriffe öffentlich bekannt gaben, macht uns derzeit deutlich, wie wichtig es ist, eine breite gesamtgesellschaftliche Debatte über dieses Thema zu führen. Zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November fordern die Grüne Landtagsabgeordnete und frauenpolitische Sprecherin Verena Osgyan, die grüne Nürnberger Stadträtin Elke Leo und die grüne Bezirksvorsitzende Ruth Halbritter deshalb eine Null-Toleranz-Strategie gegenüber sexualisierter Gewalt und sexueller Belästigung im Alltag und am Arbeitsplatz sowie die Schaffung wirksamer Strukturen zur Prävention.

Elke Leo, Grüne Stadträtin aus Nürnberg erklärt: „Sexualisierte und frauenfeindliche
Übergriffe, egal ob verbale Beleidigung oder tatsächliches Antatschen und Begrapschen, sind immer noch weit verbreitet, insbesondere in der Arbeitswelt. Für viele bleibt ihr Fehlverhalten folgenlos. Betroffene werden unter Druck gesetzt, haben Angst davor, ihre Anstellung zu verlieren oder als Opfer stigmatisiert zu werden. Scham spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Wir sollten Betroffenen Mut machen, sich zu wehren und dagegen vorzugehen. Dazu gehört es auch, Übergriffe, Beleidigungen oder frauenfeindlich motivierte Straftaten zur Anzeige zu bringen.
Wie wenig Bewusstsein insgesamt dazu immer noch herrscht, zeigt auf der anderen Seite auch die Tatsache, dass es für frauenfeindlich motivierte Straftaten wie 'hatespeech' bisher keine eigene Kategorie in der Kriminalstatistik
gibt.“

„Wir haben es nicht mit Einzelfällen, sondern mit einem gesamtgesellschaftlichen Problem zu tun, und das nicht erst seit gestern. Dieser Erkenntnis müssen allerdings auch politische Maßnahmen folgen, um dem wirksam entgegenzutreten. Wir müssen Strukturen schaffen, die das Problem aufgreifen, anstatt es zu vertuschen", so Verena Osgyan, Sprecherin für Frauenpolitik der Landtags-Grünen, „Hier müssen Freistaat und Kommunen eine Vorbildfunktion einnehmen. Daher fordern wir eine Reform des Bayerischen Gleichstellungsgesetzes, um verbindliche Leitfäden und Fortbildungen zur Prävention und zum Umgang mit Belästigung und sexualisierter Gewalt im Öffentlichen Dienst zu etablieren. Betroffene müssen zudem die Chance haben, sich an eine unabhängige Ombudsstelle wenden zu können.“

Ruth Halbritter, Kreisrätin und Grüne Bezirksvorsitzende betont, dass nicht die Frauen in der Pflicht stünden, sich vor Gewalt und Sexismus zu schützen, sondern die Männer ihr Verhalten ändern müssten. Sie sind nicht erst seit #metoo gefragt, sich solidarisch mit Frauen zu verbünden und Sexismus und sexualisierte Gewalt zu unterbinden, wo sie ihr begegne.
„Wir müssen ein gesellschaftliches Klima schaffen, in dem das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung noch stärker als bisher anerkannt und im Bewusstsein aller Menschen verankert ist. Nur so schaffen wir es, dass eigentlich selbstverständliche
Grenzen gar nicht erst überschritten werden.“

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