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Bundeswehr raus aus Schulen!

Vier Soldaten Arm in Arm mit Aufschrift:

„Die Bundeswehr hat noch nie so viele Minderjährige an der Waffe ausgebildet wie im vergangenen Jahr“, diese Meldung ging Anfang Januar durch die Medien.
Elke Leo, schulpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, sieht die Entwicklung äußerst kritisch: „Ich finde es sehr bedenklich, dass die Bundeswehr so viele Möglichkeiten hat, sich und ihre Arbeit an Schulen zu präsentieren. So gibt es zum einen die Möglichkeit, dass Jugendoffiziere zum Zweck der politischen Bildung in Schulklassen kommen.

Das ist durch Kooperationsvereinbarungen zwischen Bundes- und Kultusbehörden geregelt und explizit erwünscht. Zum anderen kann die Bundeswehr auf Berufsinformationsveranstaltungen wie dem Berufsbasar der städtischen Wirtschaftsschule und des Melanchthon-Gymnasiums, explizit bei Schülern für sich als Arbeitgeberin werben. Beides sehe ich äußerst kritisch. Wir brauchen keine Berufssoldaten, um für eine anständige politische Bildung unserer Kinder zu sorgen. Jeder Sozialkundelehrer ist in der Lage, seine Schüler über die Rolle der NATO oder Konflikte im Ausland zu informieren. Und, dass die Bundeswehr schulische Berufsinformationstage dazu nutzt, um ihr Nachwuchsproblem zu lösen, ist ebenfalls ein Unding. Der Dienst an der Waffe ist keine Arbeit wie jede andere, aber die Bundeswehr wirbt dafür mit Hochglanzkampagnen, die eher nach Geländespielen aussehen als nach tödlichem Ernst. Um das den Schülern differenziert klar zu machen, braucht es eine intensive und kritische Debatte. Dass diese an den Werbeständen der Bundeswehr gewährleistet ist, kann ich mir kaum vorstellen.“

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