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St. Johannis: Seniorenwohnanlage bald im Garten Großweidenmühlstraße/Brückenstraße?

Zukunft Standort Seniorenwohnanlage St. Johannis

Bei den im Stadtteil St. Johannis lebenden Seniorinnen und Senioren wird vermehrt mit großer Sorge die zukünftige Entwicklung und der mögliche neue Standort der Seniorenwohnanlage St. Johannis diskutiert.

Mit Sorge deshalb, weil der bisherige Standort optimal in den Stadtteil integriert ist und somit den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohnern sehr entgegenkommt. In St. Johannis gibt es eine optimale Infrastruktur mit Geschäften, Arztpraxen, Cafés etc. Diese vorhandene Infrastruktur entspricht genau den Anforderungen an eine Quartiersorientierung, die z.B. durch das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) gefordert wird. Durch die damit schon vorhandene optimale Lage im Quartier ist die Seniorenwohnanlage St. Johannis für viele der im Stadtteil lebenden Seniorinnen eine gute Möglichkeit, auch beim Umzug dorthin Kontakte weiter zu pflegen und am gewohnten sozialen Leben teil zu nehmen.

Im Werkausschuss NürnbergStift vom 12.7.2018 wurde im Geschäftsbericht zum Ausblick vermerkt: „Auch für den Standort Johannis gilt es, den eingeschlagenen Weg mit Verkauf des Altstandortes an die wbg und dem Neubau auf dem Grundstück Großweidenmühle konsequent weiter zu verfolgen.“

Neben der Frage des Standortes ist für viele Seniorinnen und Senioren besorgniserregend, dass eventuell die bislang sehr preiswerten 64 Wohnungen ersatzlos wegfallen.

Die Neubebauung sowohl des alten als auch des neuen Standorts bringt neben den sozialen Fragen auch ökologische Bedenken mit sich. So stehen im Garten der bisherigen Seniorenwohnanlage Johannisstraße 33 eine große Anzahl prächtiger Bäume, deren Zukunft bei einer Neubebauung ungewiss ist. Auch der geplante neue Standort an der Großweidenmühlstraße ist bisher geprägt von einem großen Garten mit Gemüsebeeten und Streuobstbäumen. Am Gelände werden gesunde Lebensmittel erzeugt und die Bewohner des Hauses für Männer haben eine sinnvolle und nutzbringende Aufgabe. Fiele der gesamte Garten mitsamt seinem pädagogischen Angebot weg, wäre dies ein herber Verlust für das Viertel.

Vor diesem Hintergrund stellen wir zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:

1. Die Verwaltung berichtet zu folgenden Fragen:

  • Welche Versorgungsangebote und Wohnformen sind für das Haus am neuen Standort Großweidenmühlstraße geplant?
  • Sind alternative Wohnformen wie z.B. Senioren-WGs in der Planung vorgesehen?
  • Wird für die günstigen Seniorenwohnungen in der Johannisstraße 33 Ersatz geschaffen? Bzw. auf welche Weise soll es künftig Seniorinnen und Senioren mit geringem Einkommen ermöglicht werden, weiterhin preiswert zu wohnen?
  • Wie soll das Gelände an der Johannisstraße 33 bebaut werden?

2. Die Verwaltung setzt sich zudem aktiv dafür ein, dass die Bäume in der Johannisstraße 33 bei einer Neubebauung erhalten bleiben.

3. Die Verwaltung setzt sich auch für den Erhalt eines Großteils des Gartens am Standort Großweidenmühlstraße ein.

4. Es wird zudem ein Konzept für einen „Mitmach-Garten“ entwickelt, in dem sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner der künftigen Seniorenwohnanlage als auch die Bewohner des Hauses für Männer gemeinsam pflanzen und ernten können.

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