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Tierversuche am Nordklinikum – ein Schritt in die falsche Richtung

Kürzlich wurde bekannt, dass die Regierung von Unterfranken eine Tierversuchsreihe zur Erforschung von Diabetes an der an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) am Nordklinikum genehmigt hat.

Dazu Andrea Friedel, gesundheitspolitische Sprecherin: „Die Genehmigung der neuen Forschungsreihe zeigt, dass unsere Befürchtungen wahr geworden sind:

Am Anfang sollte lediglich ein Versuch zu Gelenken und Bändern gemacht werden, kommt jetzt schon die nächste Versuchsreihe auf uns zu. Damit zeigt sich, dass ein Experiment selten allein kommt. Tierversuchen in Nürnberg wird damit Tür und Tor geöffnet.“

Auch Stadträtin Monika Krannich-Pöhler hält Tierversuche am Nordklinikum für einen Schritt in die völlig falsche Richtung: „Wir bedauern sehr, dass die extrem umstrittenen Tierversuche von der Regierung von Unterfranken genehmigt worden sind. Leider war dies zu erwarten, weil die zuständige Behörde in Deutschland lediglich eine Plausibilitätskontrolle vornehmen darf, und damit so gut wie jedes Experiment genehmigen muss.
Wir Grüne halten diese Experimente nicht nur aus ethischen, sondern auch aus wissenschaftlichen Gründen für nicht vertretbar und nicht mehr zeitgemäß. Es gibt genügend Alternativen, die eine solche Tierquälerei unnötig machen. Sie sind meistens sogar mit weniger Kosten verbunden und bedeutend zuverlässiger als Tierversuche. Außerdem haben zahlreiche Studien immer wieder gezeigt, dass die Übertragbarkeit von Ergebnissen aus Tierversuchen auf den Menschen bei unter einem Prozent liegt. Genauere Ergebnisse liefern dagegen tierversuchsfreie Methoden mit menschlichen Zellen und der Unterstützung von Computerprogrammen. Gute Gründe für eine Forschung ohne Versuche an Tieren!“

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