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Islamischer Religionsunterricht an Schulen muss weitergehen

Der Modellversuch Islamischer Unterricht an bayerischen Schulen läuft am 31. Juli 2019 nach über neun Jahren aus. Die Staatsregierung ist bisher zu keinem Ergebnis gekommen, wie das sehr erfolgreiche Modell weitergeführt werden soll.

Dazu Elke Leo, schulpolitische Sprecherin:

„Bei Schulen, Lehrkräften, Eltern und Kindern herrscht momentan große Verunsicherung, wie es mit dem islamischen Religionsunterricht weitergeht. Auf Landesebene haben wir Grüne einen Antrag gestellt, endlich die Zukunft des Religionsunterrichts für muslimische Kinder und Jugendliche sicherzustellen und den islamischen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach einzuführen. In Nürnberg sind laut Bericht aus dem Schulausschuss von 2017 zwölf Schulen betroffen. Damals hatten Verwaltung und Politik das Angebot des islamischen Religionsunterrichts sehr begrüßt und ihre Hoffnung auf eine Ausweitung deutlich gemacht. Gerade die Städte wie Nürnberg mit einem hohen Anteil an Menschen mit Zuwanderungshintergrund profitieren sehr von diesem Angebot. Die Landesregierung mit Kultusminister Piazolo ist gut beraten, wenn sie sich in den Kommunen und den Schulen vor Ort davon überzeugt, wie sinnvoll und integrierend dieser Unterricht wirkt. Sollte der Schulversuch nicht weitergeführt oder nicht in ein ordentliches Unterrichtsfach umgewandelt werden, ist das ein Schlag ins Gesicht aller Akteur*innen vor Ort und wirkt einer erfolgreichen Integration entgegen.“

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