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Konzept zum Umgang mit rechter Hetze auf dem ehem. Reichsparteitagsgelände nötig

Der rechtsextremen Gruppe „Wodans Erben Germanien“ gelang es, am 23.02.2019 einen Fackelzug auf der Zeppelintribüne des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg abzuhalten und ein Video der Aktion ins Netz zu stellen.

Dazu Britta Walthelm, stv. Fraktionsvorsitzende:

„Dass es der Neo-Nazi-Gruppe gelungen ist, ihren Fackelzug auf der Zeppelintribüne abzuhalten und den Gedenkort für ihre rechtsextreme Propaganda zu missbrauchen, ist extrem ärgerlich. Wichtig ist jetzt, dass wir uns als Nürnbergerinnen und Nürnberger gemeinsam überlegen, wie wir solche Vorkommnisse in Zukunft verhindern können und klarstellen, dass wir für eine offene und tolerante Stadtgesellschaft stehen.

Dazu ist es nötig, dass wir ein Konzept zum Umgang mit rechter Hetze am ehemaligen Reichsparteitagsgelände entwickeln und auch die Präventionsarbeit intensivieren. Einen entsprechenden Antrag haben wir heute gestellt. Für uns Grüne ist dabei wichtig, dass wir schon im Kleinen eine größere Sensibilität im Umgang mit dem Erbe der Nazi-Zeit schaffen. Dies sollte auch ein Schwerpunkt für das Konzept des neuen ErfahrungsRaums sein, der in den nächsten Jahren auf dem Gelände entstehen soll. Dort könnte man beispielsweise Besucherinnen und Besucher darüber aufklären, dass das Zeigen des Hitlergrußes in Deutschland eine Straftat ist und sie zum Nachdenken anregen, ob es angebracht ist, diesen als Fotopose vor der Zeppelintribüne zu verwenden. Uns ist ganz wichtig, dass Information und Auseinandersetzung im Fokus stehen, anstatt auf eine Abschottung des Areals zu setzen. Für uns Grüne muss das ehemalige Reichsparteitagsgelände ein lebendiger Ort für alle bleiben, an dem die Spielregeln von gegenseitigem Respekt und Toleranz gelten.“

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