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Maßnahmen gegen Nachtflüge: SPD und CSU wehren sich gegen konkrete Schritte

„2018 gab es deutlich zu viele Nachtflüge, vor allem zwischen Mitternacht und sechs Uhr“, betonte die SPD im Ausschuss für Recht und Wirtschaft des Nürnberger Stadtrats. Auch die CSU versicherte, dass sie die Beschwerden der Anwohner sehr ernst nehme. Denn: Im vergangenen Jahr gab es im Sommermonat August durchschnittlich 44 Flugbewegungen pro Nacht.

Über 12 Monate verteilt waren es im Schnitt 27 Starts und Landungen – so viele wie seit den 90er Jahren nicht mehr. Gute Voraussetzungen also, um eine Mehrheit für unseren Antrag zur Senkung der Zahl der Nachtflüge zu bekommen. So könnte man zumindest meinen. In unserem Antrag fordern wir Grüne, die Zahl der nächtlichen Starts und Landungen zwischen 22 und sechs Uhr deutlich zu senken und hierfür einen konkreten Maßnahmenplan zu erstellen. Außerdem schlagen wir vor, dass in Zukunft ein Mal pro Jahr im Stadtrat über die Wirksamkeit der Maßnahmen berichtet und die Fluglärmschutzgemeinschaft angehört wird.

Leider fehlte den Stadträtinnen und Stadträten von SPD und CSU der Mut, konkrete Schritte einzuleiten oder zumindest eine Deckelung für die Zahl der Nachtflüge zu beschließen. So blieb es bei warmen Worten und unser Antrag wurde abgelehnt. Die Stadt setzt damit weiterhin auf freiwillige Maßnahmen des Flughafens, etwa stärker zu kontrollieren, dass Piloten nachts die Schubumkehr zur Bremsunterstützung wirklich nur aus Sicherheitsgründen einsetzen. Uns Grünen ist das deutlich zu wenig, wir werden uns auch weiterhin für handfeste Maßnahmen zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner rund um den Flughafen starkmachen.

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