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Klares Nein zu sexistischer Werbung auf öffentlichen Flächen!

Der Slogan "Gute Werbung soll anziehen, nicht ausziehen" passt unseres Erachtens sehr viel besser zu einer mündigen Gesellschaft als das Motto "Sex sells".
Werbung vermittelt über viele Kommunikationskanäle auch Botschaften, die oftmals thematisch am Produkt vorbeigehen.

Aktuelles Beispiel ist die Fahrradhelm-Werbung des Verkehrsministeriums mit dem Slogan "Looks like shit. But saves my life". Über Geschmack lässt sich bekanntlich gut streiten. Allerdings ist es sehr fraglich, dass per se davon ausgegangen wird, dass die Sicherheit eines Fahrradhelmes mit viel nackter Haut besser zu verkaufen ist – unabhängig von der unangebrachten Aussage, dass ein Helm "sch…" aussieht.

Viele Städte haben sich bereits auf den Weg gemacht, um sexistische Werbung auf öffentlichen Flächen zu untersagen. Auch in Nürnberg muss das Thema grundsätzlich aufgegriffen werden.

Vor diesem Hintergrund stellen wir zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:

  • Die Verwaltung berichtet: Mit welchen Partnerfirmen gibt es Verträge, auf stadteigenem Grund Werbung mit verschiedenen Werbeträgern (z.B. Litfaßsäulen, Plakattafeln, Haltestellen im ÖPNV) zu schalten?
  • Der Stadtrat beschließt, dass das Verbot sexistischer Werbung in entsprechende Verträge ausdrücklich aufgenommen wird. Kriterien sexistischer Werbung sind hinreichend bekannt.
  • Der Stadtrat beschließt, dass die Stadt die Initiative ergreift, das Thema „sexistische Werbung“ auch mit ansässigen Unternehmen zu diskutieren. Zudem soll sie ein Bewusstsein hierfür schaffen und das Ziel verfolgen, dass Unternehmen selbstverpflichtend auf Werbung mit sexistischen Inhalten verzichten.

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