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Leitlinien für den Umgang und Arbeit mit LGBTIQ*-Kindern und Jugendlichen

Menschen abseits der heteronormativen Geschlechterordnung werden im Leben oft von Schwierigkeiten und Diskriminierung begleitet. In der öffentlichen Wahrnehmung wird dabei der Blick überwiegend auf Erwachsene gerichtet, die nicht heterosexuell sind oder ihrem Geburtsgeschlecht angehören.

Dabei sind es Kinder und Jugendliche, die am meisten unter Ressentiments und Diskriminierung leiden, da sie in ihrem Entwicklungsprozess oft alleine sind. Sie haben nicht den Mut, sich bei ihrer Familie zu outen und/oder befinden sich nicht in entsprechenden gesellschaftlichen Strukturen, in denen sie sich bei pädagogischen Fachkräften Hilfe und Unterstützung suchen können.

Kindern und Jugendlichen soll grundsätzlich vermittelt werden, dass Vielfalt existiert, dass Anderssein normal ist, dass sie bei Fragen und Problemen jederzeit kompetente und offene Ansprechpersonen finden, die bei Problemen in der Schule oder der Familie eine Stütze sind und dass sie so akzeptiert werden, wie sie sind. Studien zeigen dafür dringenden Handlungsbedarf auf.

Ein entsprechender Leitfaden soll Mitarbeiter*innen kommunaler Einrichtungen dabei helfen. Denn die Folgen der Vermittlung eines „Normalzustands“ von Heterosexualität und cis-Geschlechtlichkeit gegenüber betreffenden Jugendlichen, sind gravierend und äußern sich mitunter in Depressionen, Suizidalität, Borderline-Symptomatiken und/oder Angst-Störungen. Diesen kann mit einem verbindlich geregelten Umgang mit dem Thema in entsprechenden Einrichtungen und Hilfestellen frühzeitig entgegengesteuert bzw. verhindert werden. Die Aufklärungsarbeit im Bereich der Kinder- und Jugendpädagogik ist parallel für alle jungen Menschen ein Vorteil, der gesamtgesellschaftlich in der Akzeptanz von Vielfalt mündet.

Vor diesem Hintergrund stellen wir folgenden Antrag:

  • Das Jugendamt und das Schulamt erstellt gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Gleichstellung Leitlinien für den Umgang mit LGBTIQ*-Kindern und -Jugendlichen in kommunalen Einrichtungen.
  • Die Leitlinien sollen auf bestehenden Studien und bereits umgesetzten Leitlinien für Umgang und Arbeit mit LGBTIQ*-Jugendlichen basieren.

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