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Leyh, Höfen und Großreuth im Blick behalten!

im Nürnberger Westen tut sich viel: die Transformation des AEG-Areals, die hoffentlich bald beginnende Bebauung der Quelle, der Spatenstich zum Quelle-Park ist bereits vollbracht und die Planungen für das neue Quartier an der Muggenhofer Straße nehmen Fahrt auf. Leider scheint es aber so, als würde nur ein bestimmter Teil des Westens von städte- und verkehrsbaulichen Maßnahmen profitieren.

Denn auch in den Stadtteilen Leyh, Höfen und Großreuth entstehen mit der Umwandlung von Gewerbeflächen in neue Wohnquartiere zusätzliche Bedarfe. Allerdings fehlt für diesen sogenannten Fernen Westen eine übergreifende Planung.

Unter anderem zeigen sich die Verkehrs- und Einkaufsinfrastruktur defizitär, weshalb Neuplanungen unumgänglich sind. Auch die Buslinien im Fernen Westen sind bereits an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen, weshalb viele Bürger*innen aus Verzweiflung vermehrt mit dem Auto fahren. Dies verschärft die Verkehrssituation zusätzlich, die durch die Einpendler ohnehin sehr angespannt ist. Würde dann noch die Entscheidung für den Bau des FSW fallen, wird die Verkehrssituation durch den Umleitverkehr noch dramatischer.

Hinzu kommen weitere Defizite im Sozial- und Bildungsbereich. Gut erreichbare Angebote für Senior*innen gibt es nur am Rande des Gebiets Ferner Westen. Auch für Kinder und Jugendliche sind die Freizeitmöglichkeiten begrenzt. Zwar gibt es in St. Leonhard und an der Muggenhofer Straße ein paar Angebote ¬– aber im Gebiet dazwischen existiert diesbezüglich nichts.
Auf der südlichen Seite des FSW gibt es zudem keinerlei Kulturangebote und sind solche auch in bisherigen Planungen nicht ersichtlich. Leider bietet auch die neue Veranstaltungshalle am Tilly-Park hierfür keinen Raum – abgesehen davon wäre die Halle schlecht erreichbar.

Zudem gibt es beim Pflanzen von Bäumen und Sträuchern speziell in Höfen, Leyh und Großreuth viel Nachholbedarf: So kommt beispielsweise das Programm „Bäume für die Weststadt“ nur dem Bereich nördlich des Frankenschnellwegs zugute. Baumarme und -lose Straßen wie die Sigmundstraße oder die Höfener Straße werden dabei nicht berücksichtigt. Obwohl das Gründefizit anerkannt ist, wird es durch Baumaßnahmen wie an der Von-der-Tann Straße zusätzlich vergrößert.

Wir stellen deshalb zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:

  • Die Verwaltung berichtet über die Planungen bezüglich Verkehr, Infrastruktur, Kultur, Soziales, Grün und den Ausbau der Kapazitäten für den ÖPNV im Fernen Westen.
  • Die Stadt erstattet Bericht über mögliche Beteiligungsverfahren zum Thema Grün und Bebauung im Fernen Westen.

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