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Generalsanierung Pellerhaus „Haus des Spiels“, Egidienplatz

Das Pellerhaus steht auf der Sebalder Seite der Nürnberger Altstadt. Es bildet den nördlichen Abschluß des Egidienplatzes, der nach dem Hauptmarkt der zweitgrößte Platz in der Altstadt ist.

Das historische Pellerhaus wurde von den Nürnberger Kaufleuten Bartholomäus Viatis und Martin Peller 1607 als repräsentatives Bürgerhaus erbaut und galt bis zu seiner fast vollständigen Zerstörung 1945 als beeindruckendes Beispiel der Spätrenaissance.

Der Wettbewerb „Wiederaufbau des Egidienplatzes und des Pellerhauses“ sollte die Gesamtplanung des Egidienberges und die Gestaltung eines neuen Bibliothekts- und Archivgebäudes klären.
Der Entwurf der Architekten Fritz und Walter Mayer integrierte die historischen Ruinen und erweiterte das Gebäude auf das Nachbargrundstück. Im Dezember 1957 eröffnete das neue Gebäude als Archiv und Stadtbibliothek.
1997 wurde der Gesamtkomplex in die Denkmalliste aufgenommen, da es zu den „besten und qualitätsvollsten Bauzeugnissen der neuen `Demokratischen Moderne´ in Nürnberg“ zu rechnen ist.
Durch Initiative der Altstadtfreunde Nürnberg e.V. wird seit 2007 der ehemalige Innenhof des Pellerhauses nach historischem Vorbild rekonstruiert.

Das deutsche Spielearchiv Nürnberg (Museen der Stadt Nürnberg) hat ein Konzept für die zukünftige Nutzung des Hauses als "Haus des Spiels" entwickelt. Es sieht ein generationenübergreifendes Kulturhaus mit dem Schwerpunktthema „Spiel“ -analog und digital- vor. Unterschiedliche Veranstaltungsräume, ein Café, Arbeits- Seminar-, Kreativ- und Büroräume sowie umfangreiche Archivflächen schaffen einen neuen Kulturort und machen das Gebäude der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Die Öffnung des Hauses zum Egidienplatz soll den Platz und die gesamte Nachbarschaft aufwerten.
Das Projekt ist Baustein der Kulturhauptstadtbewerbung.

Besondere bauliche Herausforderungen sind die Ertüchtigung der sparsamen Konstruktionen der 50iger Jahre sowie die Integration der technischen Anforderungen und Anlagen eines modernen Veranstaltungs- und Archivgebäudes. Die Planung umfasst den gesamten Komplex: die beiden Innenhöfe, den Turmbau mit oberstem Raum und das Kellergewölbe, den ehemaligen Lesesaal und die ausgedehnten Lagerflächen. Die benachbarte Grünfläche wird mit eingebunden.

Nutzfläche geplant: ca. 5.700 m²
Planungsbeginn 2019
Baubeginn 2022
Fertigstellung 2025

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