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einstimmig – mehrstimmig

Sprache und Verständigung in einer vielfältigen Gesellschaft

3. Nürnberger Integrationskonferenz

Pause während der Nürnberger Integrationskonferenz

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Pause während der Nürnberger Integrationskonferenz

Unter dem Motto „einstimmig – mehrstimmig. Sprache und Verständigung in einer vielfältigen Gesellschaft“ fand die diesjährige Konferenz am Samstag, 20. April 2013, im Künstlerhaus statt. Auch heuer hat die Konferenz eine Plattform zum übergreifenden Informations- und Erfahrungsaustausch geboten: Insgesamt diskutierten etwa 190 Teilnehmende verschiedene Aspekte des Themas - lokale Akteure und Interessierte aus verschiedenen Handlungsfeldern, Gremien und Einrichtungen im Bereich von Integration und interkultureller Arbeit. Dabei ging es um Sprache als Ausdrucksform ebenso wie um Sprache als Kommunikationsmittel und Mittel, um Begegnungen zu schaffen und zu gestalten. Es ging jedoch auch um eine gemeinsame Sprache (Worauf verständigen wir uns?) und um Sprache als Ausdruck der eigenen Meinung. Dabei wurden Fragen erörtert wie "Was bedeutet 'deutsch sein' heute?", "Wer prägt das Bild der 'deutschen' Gesellschaft?" und „Welche Stimmen sprechen und welche werden gehört, wenn es um die gemeinsame Geschichte geht, um 'Integration' oder um 'deutsch sein'?“

Dokumentation - Videos der Hauptvorträge

Einen Rückblick auf die einzelnen Programmpunkte der Konferenz finden Sie weiter unten. Videos der Hauptvorträge stehen unter "Die Dokumentation im Detail" zum "nachschauen" bereit. Folgend zunächst das Programm und Pressestimmen.

PROGRAMMRÜCKBLICK:

Folgend finden Sie Zusammenfassungen und ergänzende Informationen zu den einzelnen Programmpunkten und Themenworkshops der Konferenz "einstimmig - mehrstimmig. Sprache und Verständigung in einer vielfältigen Gesellschaft".


Zusammenfassung

Der Konferenzvormittag gab viele Impulse und inhaltliche Denkanstöße:
Zunächst fragte sich Jagoda Marinić „Was ist deutsch in Deutschland?“. Dabei identifizierte sie verschiedene Stimmen zum Thema, welche gehört werden und Einfluss nehmen wie die Benennungsmacht der 'Mehrheitsgesellschaft' und welche nicht gehört werden wie die Sprache eines Teils der Zugewanderten, dem Schweigen. Marinić erörterte, warum man keine Angst vor Vielfalt und Mehrsprachigkeit haben braucht und appellierte dazu, aus der Welt, aus Zuwandernden und „Gästen“, Nachbarn zu machen. Denn die letztlich bedeutendere Frage sei „Wer bist du?“ statt „Woher kommst du?“

Diese und weitere Aspekte wurden im anschließenden moderierten Podiumsgespräch mit Jagoda Marinić, dem Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und der Vorsitzenden des Integrationsrates Diana Liberova vertieft. Während auf politischer und Akteursebene differenziert über Themen wie Integration und Vielfalt gesprochen werde, unterstrichen die Podiumsgäste die Wichtigkeit, auch in der Gesellschaft den Dualismus deutsch/nicht-deutsch oder mit/ohne Migrationshintergrund aufzubrechen und eine Kultur der Anerkennung und Offenheit - auch kultureller und sprachlicher Vielfalt gegenüber - zu etablieren. Es sollte nicht zwischen erwünschter und nicht erwünschter Zuwanderung getrennt werden.

Impressionen der 3. Nürnberger Integrationskonferenz

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Impressionen der 3. Nürnberger Integrationskonferenz

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Später sprachen die Nürnberger/-innen Dr. Elżbieta Szczebak und Cooper Thompson über ihre Erfahrungen mit Sprache(n) in Deutschland. Sie überlegten, was Sprache mit ihnen macht und was sie mit Sprache machen. Es ging dabei vor allem um Sprache als Mittel zur Begegnung, um die Widrigkeiten, Ziele und Umstände des Sprachen Lernens, um verbale ebenso wie um nonverbale Sprache. Auch sie diskutierten, welche Stimmen gehört werden, ob und wann zum Beispiel Zugewanderte in der einschlägigen Politik beratend hinzugezogen werden.

Nachmittags wurden unterschiedliche Aspekte des Konferenzthemas „Sprache und Verständigung“ in Workshops vertieft wie Jugendsprache, Zweisprachigkeit sowie Kritik und Verständigung im alltäglichen Miteinander.

Im Folgenden die Konferenzdokumentation im Detail:

Impressionen der 3. Nürnberger Integrationskonferenz

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Dokumentation im Detail (Videos und mehr)

Jagoda Marinic

"Was ist deutsch in Deutschland?" - Inputvortrag von Jagoda Marinić

Jagoda Marinić, deren Eltern aus Kroatien zugewandert sind, ist eine preisgekrönte deutsche Schriftstellerin, Theaterautorin und Publizistin. Die studierte Germanistin und Politikwissenschaftlerin schreibt u.a. für die “Frankfurter Rundschau“, leitet Schreibworkshops für Kinder und Jugendliche und ist seit 2012 zudem Leiterin des Interkulturellen Zentrums in Gründung in Heidelberg. Zuletzt erschien ihr Roman-Debüt »Die Namenlose« (2007). Zudem verfasste Sie 2012 das Plädoyer „Rassismus sichtbar machen“ mit einem Vorwort von Heribert Prantl. Im Herbst 2013 erscheint ihr Roman »Restaurant Dalmatia«, in dem sie über Identität schreibt und über Wurzeln, die in einem fremden Land liegen.


Im Gespräch

Der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Dr. Ulrich Maly, die Vorsitzende des Nürnberger Rates für Integration und Zuwanderung Diana Liberova und die Schriftstellerin Jagoda Marinić

Moderation: Jürgen Markwirth, Leiter des Amtes für Kultur und Freizeit und der Koordinierungsgruppe Integration der Stadt Nürnberg

Impressionen der 3. Nürnberger Integrationskonferenz

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Deutsch verbindet: eine Polin und ein Amerikaner in Nürnberg und ihre Erfahrungen mit Sprache(n)

Ein Gespräch zwischen Dr. Elżbieta Szczebak und Cooper Thompson

Dr. Elżbieta Szczebak ist Geistes- und Literaturwissenschaftlerin sowie Pädagogin und Mitautorin des Sachbuches „Einwanderungsgesellschaft als Fakt und Chance. Perspektiven und Bausteine für die politische Bildung.“ (2006). Sie wurde 1969 in Polen geboren und lebt seit 20 Jahren in Franken. Seit 2000 ist sie Nürnbergerin. Ihre Muttersprache ist Polnisch. Sie war zehn Jahre lang in der politischen und kulturellen Bildungsarbeit tätig. Ein Projekt, das ihr besonders am Herzen lag, heißt "zusammen - leben - lernen" - Politische Bildungsarbeit für die Einwanderungsgesellschaft. Seit 2011 ist sie verantwortlich für Presse- & Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Down-Syndrom InfoCenter und für Bildungsangebote für junge Erwachsene mit Trisomie 21.

Cooper Thompson ist Coach und Supervisor. Er wurde 1950 in den U.S.A. geboren und zog 2003 nach Deutschland. Seit über 30 Jahren arbeitet er zu den Themen Gleichberechtigung und Diskriminierung. Er konzipiert und leitet Workshops zum Thema kulturelle Vielfalt und unterschiedliche Formen von Diskriminierung. Er hat über seine Erfahrungen viel geschrieben, darunter Aufsätze und Bildungsmaterial zum Thema Unterdrückung (z.B., „Wer entscheidet über Sprachkompetenz?“, „Wer sind die Einwanderungsexperten?“) sowie die Bücher „White Men Challenging Racism: 35 Personal Stories“ (2003) und „Losing My Voice and Finding Another: Learning a Second Language“ (2012). Letzteres hat autobiographische Züge.

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Workshops zu Aspekten der Interkulturellen Öffnung

Während des Konferenznachmittags fanden parallel Themenworkshops zu unterschiedlichen Facetten der Interkulturellen Öffnung statt. Der Schwerpunkt lag jedoch auf "Sprache". Nähere Informationen zu den Workshops inklusive entsprechender Ergebnisdokumentationen können der folgenden Auflistung entnommen werden.

Impressionen aus den Workshops

In einem gemeinsamen Abschlussgespräch teilten vor allem Mitglieder des Nürnberger Rats für Integration und Zuwanderung Impressionen aus den Workshops mit dem Publikum:

Impressionen der 3. Nürnberger Integrationskonferenz

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Impressionen der 3. Nürnberger Integrationskonferenz

  • Workshop 1: Horst Göbbel, Mitglied im erweiterten Vorstand des Integrationsrates
  • Workshop 2: Dr. Erna Malygin, Integrationsrätin
  • Workshop 3: Lemia Yiyit, Mitglied im erweiterten Vorstand des Integrationsrates
  • Workshop 4: Viktoria Dinges, Integrationsrätin
  • Workshop 5: entfiel
  • Workshop 6: Heiner Kraus, Zentrale Servicestelle zur Erschließung ausländischer Qualifikationen in der Metropolregion Nürnberg (ZAQ), BCN der Stadt Nürnberg
  • Workshop 7: Friedrich Popp, Geschäftsführer des Integrationsrates

Moderation: Sabrina Havlitschek, Mitglied der Koordinierungsgruppe Integration und persönliche Mitarbeiterin des Referenten für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg.

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Basar der Möglichkeiten

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Basar der Möglichkeiten

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