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Modellversuch "Pädagogische Qualitätsbegleitung“ (PQB)

Pädagogische Qualitätsbegleitung (PQB) in Nürnberger Kindertageseinrichtungen

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PQB = Beratung und Coaching für Kitas

Laut Staatsinstitut für Frühpädagogik ist für die weitere Professionalisierung des frühpädagogischen Feldes eine systematische Qualitätssicherung und -entwicklung unabdinglich. Um die Qualität der pädagogischen Arbeit zu sichern und weiterzuentwickeln, ist für die bayerischen Kindertageseinrichtungen ein dauerhaftes Unterstützungssystem vorgesehen.

Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS) hat die Beteiligung am Modellversuch "Pädagogische Qualitätsbegleitung in Kindertageseinrichtungen (PQB)" ausgeschrieben. PQB ist ein trägerübergreifendes Instrument. Es ergänzt bestehende Unterstützungsangebote und umfasst Beratung und Coaching für Leitung und Team. Bis zu 60 PQB-Stellen - bei Teilzeit Arbeitenden entsprechend mehr - werden staatlich gefördert.

Das StMAS ist zuständig für die Steuerung des Modellversuchs und die strategische Verantwortung. Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) hat das Konzept erstellt, ist für die Durchführung und Auswertung des Modellversuchs einschließlich der Qualifizierung der bei Kommunen und freien Trägern beschäftigten PQB verantwortlich. Ein Fachbeirat begleitet den Modellversuch; er ist ergebnisoffen.

Das Unterstützungsangebot PQB für Kindertageseinrichtungen in Bayern zielt auf eine nachhaltige Wirkung ab und wird im Rahmen eines Modellversuchs erprobt und evaluiert. Begonnen hat der Modellversuch am 1. Januar 2015, er dauert zunächst bis Ende 2018.

Weitere Informationen über den bayernweiten Modellversuch:


PQB für Kindertageseinrichtungen der Stadt Nürnberg und freier Träger

Auch die Stadt Nürnberg und freie Träger in Nürnberg beteiligen sich am Modellversuch mit einer kostenlosen und streng vertraulichen Pädagogische Qualitätsbegleitung. Drei Mitarbeiterinnen des Jugendamts der Stadt bieten PQB für Kitas der Stadt Nürnberg und auch für Kitas freier Träger an. Pädagogische Qualitätsbegleiter/-innen der Dachverbände und der "großen" freien Träger bieten den diesen angeschlossenen Kindertageseinrichtungen ebenfalls Beratung und Coaching an.


Wie gestaltet sich der PQB-Prozess?

Leitung und Team treten mit der Qualitätsbegleitung in einen Dialog und werden alltagsnah bei der Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Arbeit unterstützt. Die Themen orientieren sich am aktuellen Bedarf und den Fragestellungen der Kindertageseinrichtung. Sie sind individuell auf die Praxis zugeschnitten. Der gesamte PQB-Prozess unterliegt dem Datenschutz und wird streng vertraulich gestaltet.


Wie profitiert Ihre Kita durch die PQB?

Das Sichern und Weiterentwickeln der Qualität unterstützt das pädagogische Team bei seiner Arbeit. Der Fokus liegt auf der Interaktionsqualität, da diese entscheidend ist für die gute Gestaltung von Lern- und Entwicklungsprozessen von Kindern und die Zusammenarbeit mit Eltern.


Vom BayKiBiG zur Pädagogischen Qualitätsbegleitung (PQB)

Mit Inkrafttreten des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) zum 1. August 2005 wurde der gesetzliche Rahmen für den quantitativen Ausbau und gleichzeitig für die qualitative Weiterentwicklung der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen geschaffen.

Im Ausführungsgesetz des BayKiBiG vom 5. Dezember 2005 sind gleichzeitig mit weiteren Standards auch die verbindlichen Bildungs- und Erziehungsziele für alle staatlich geförderten Kindertageseinrichtungen (Kitas) festgehalten. Von den angestrebten Basiskompetenzen für die Kinder über die einzelnen Bildungsbereiche bis hin zum Kinderschutz und weiteren Aufgaben der Kindertageseinrichtungen und ihrer Träger sowie - wichtig für die Finanzierung - die Definition der Fördergrundsätze, sind alle relevanten Themen und Standards enthalten.


Der für den gesamten Elementarbereich verbindliche Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) schafft das Fundament für die Bildung und Erziehung Elementarbereich. Er stellt das Kind und seine Kompetenzen in den Mittelpunkt der pädagogischen Praxis. Neben den Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern im Krippenalter bis zum Ende der Grundschulzeit beschreibt der BEP die Grundlagen, die zehn Basiskompetenzen, die Kinder für ein selbstbestimmtes Leben und erfolgreiches lebenslanges Lernen benötigen. Daran knüpfen die themenübergreifenden Bildungs- und Erziehungsperspektiven (wie Übergang von der Familie in die Tageseinrichtung oder geschlechtersensible Erziehung) und, als Kernstück des Plans, die themenbezogenen Bildungs- und Erziehungsbereiche wie Werte, Sprache und Medien, Fragen und Forschen oder künstlerische Aktivitäten an. Die Schlüsselprozesse für die Bildungs- und Erziehungsqualität auf der Grundlage von Partizipation beschreiben das Wie von Bildung und Erziehung, die Zusammenarbeit mit den Eltern sowie die Dokumentation und die Qualitätssicherung.

Der Ministerrat beauftragte am 26. Mai 2009 die Staatsregierung, Bayerische Bildungsleitlinien (BayBL) für die Bildungs- und Erziehungsarbeit in Kindertageseinrichtungen und Schulen zu erarbeiten, um die Inhalte des Bildungs- und Erziehungsplans und des Grundschullehrplans noch besser aufeinander abzustimmen. "Die Leitlinien sind der erste gemeinsame Orientierungs- und Bezugsrahmen für alle außerfamiliären Bildungsorte, die Verantwortung für Kinder in diesem Alter tragen, sowie für die Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung, die das pädagogische Personal dieser Bildungsorte qualifizieren. Die Leitlinien wurden in der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz, im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan, im neuen Lehrplan für die bayerischen Grundschulen sowie in der Aus-, Fort- und Weiterbildung verankert", heißt es im Vorwort der Ausführung von Janaur 2014.


Diese Fülle von Grundlagen, Zieldefinitionen, Methodenbeschreibungen und Umsetzungsvorschlägen sowie von Kooperationssystemen gilt es in der pädagogischen Praxis mit Leben zu füllen und wirkungsvoll zu machen. Eine Herausforderung - auch an die Interaktionsqualität aller Beteiligten!

Genau da setzt der Modellversuch PQB an: Entwicklung und Sicherung der Interaktionsqualität für erfolgreiche Bildungsprozesse in Kindertageseinrichtungen. Von der lernanregenden Atmosphäre über die Partizipation der Kinder bis hin zu denk- und lernanregendem Sprachverhalten können sich die Einrichtungen neue Impulse geben oder Vorhandenes vertiefen.

Zur Webpräsentation des IFP und des StMAS

Staatsinstitut für Frühpädagogik - IFP und Bay. Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

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