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Wer war Loni Übler?

Leonhard Übler, 1899 geboren, setzte sich schon früh als Funktionär der SPD für die Rechte der Arbeitnehmer ein und war jüngster Ehrenamtlicher der Wohlfahrtspflege der Stadt Nürnberg. Außerdem arbeitete er für die Fränkische Tagespost.

Nachdem er nach der Machtübernahme der Nazis noch illegal gegen den Nationalsozialismus kämpfte, wurde er 1934 durch die Gestapo verhaftet und wegen Hochverrats verurteilt. Nach dreieinhalb Jahren Haft in Zuchthäusern und im Konzentrationslager Dachau wurde er schwer krank entlassen.

Trotzdem setzte er sich weiter aktiv für die Rechte von Arbeitnehmern ein. Er wurde erster Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, Vorstandsmitglied der SPD und war als ehrenamtlicher Mitarbeiter viel in der öffentlichen Wohlfahrtspflege tätig.

Wenige Jahre nach Kriegsende entstand aufgrund der katastrophalen Wohn- und Ausbildungssituation in Nürnberg der Verein zur Schaffung und Förderung von Jugendwohnheimen. Dieser bestand auch aus Vertretern der Arbeiterwohlfahrt und der Gewerkschaft. 1951 errichtete der Verein das Wohnheim für Jugendliche in der Marthastraße.

Mit den Bewohnern und der Leitung des Jugendwohnheims fühlte sich Leonhard Übler bis zuletzt verbunden. Somit wurde kurz nach seinem Tod im Jahre 1956 das Heim nach ihm benannt und hieß Loni-Übler-Heim.

1983 bekam die soziokulturelle Begegnungsstätte des Amtes für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg letztendlich den Namen Loni-Übler-Haus, seit 2017 trägt es den Namen Kulturladen Loni-Übler-Haus. Von den meisten Besucherinnen und Besuchern wird es meistens einfach nur liebevoll „Loni“ genannt.

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