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Lebensader Bahn 2.0

Eine stillgelegte Bahntrasse wird zum Naturerlebnis

In den kommenden fünf Jahren wird der Landschaftspflegeverband Nürnberg e.V. zusammen mit der Deutsche Bahn Stiftung ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt an der Ringbahn im Erlenstegener Forst in Nürnberg durchführen – die „Lebensader Bahn 2.0“. Entlang der stillgelegten Bahntrasse entstehen auf einer 15.000 m² großen Fläche viele seltene Biotope und eine neue Infrastruktur für Naturerlebnis und sanfte Naherholung.

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Die Deutsche Bahn Stiftung unterstützt das Projekt mit insgesamt 85.000 Euro. Die DB Netz AG stellt die Teilfläche der stillgelegten und zurückgebauten Nürnberger Ringbahn unentgeltlich zur Verfügung.

Deutsche Bahn Stiftung

Die Deutsche Bahn gründete 2013 die Deutsche Bahn Stiftung gGmbH, um ihr gemeinnütziges Engagement zu bündeln und langfristig weiterzuentwickeln.

Ziele des Projektes auf der ehemaligen Bahntrasse sind:

  • Anlage eines weitgehend gehölzfreien Korridors für seltene und gefährdete Offenlandarten,
  • Schaffung eines Naturerlebnispfades,
  • aktives Engagement für Nürnberger Bürger,
  • Erhalt von Lebensräumen für seltene Tiere und Pflanzen durch Biotoppflegeaktionen,
  • Naturerfahrungsaktionen für Schüler.

Ringbahn Erlenstegen

Isländisch Moos, Rentierflechten und Silbergras

Das Projektgebiet besteht aus einem circa 530 Meter langen und 22-40 Meter breiten Korridor der stillgelegten und rückgebauten Nürnberger Ringbahn durch den Lorenzer Reichswald. Es liegt im Osten des Stadtgebietes zwischen der Stadenstraße und der Stadtgrenze und befindet sich auf einem Grundstück der DB. Der Erlenstegener Forst bietet mit seinen vielen eiszeitlichen Sanddünen einen idealen Lebensraum für die Sandspezialisten aus dem Tier- und Pflanzenreich. Auf Waldlichtungen und entlang der Forstwege trifft man noch Spuren dieser gebietstypischen und mittlerweile selten gewordenen Flora und Fauna. Zu den seltenen Tier- und Pflanzenarten gehören:

  • Isländisch Moos,
  • Rentierflechten,
  • Silbergras,
  • Zauneidechse,
  • Heuschrecken und Tagfalter

Die Nähe zum Flora-Fauna-Habitatgebiet (europäisches Schutzgebiet) „Pegnitztal Ost“ bietet weitere Potenziale für die Entwicklung von Korridoren für den Biotopverbund.
Ein begleitendes Monitoring von Heuschrecken und Tagfaltern wird den ökologischen Erfolg des Projektes dokumentieren. Diese beiden Tiergruppen beinhalten die meisten an Offenland gebundenen Arten. Das Monitoring wird an externe Fachleute vergeben und begleitend in Zusammenarbeit mit Schulklassen durchgeführt.

Aktion im Rahmen des Projekts Lebensader Bahn 2.0

Anmeldung

Schulklassen, die Interesse an einer Aktion im Projektgebiet haben, können sich unter 0911 231 4723 anmelden.

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