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N2025 - Die nächsten Schritte der Bewerbung

Das Jahr 2025 liegt scheinbar noch in ferner Zukunft, doch die Vorbereitungen starten schon jetzt. Bis Anfang 2019 haben wir Zeit, eine überzeugende Bewerbung um diesen Titel auf die Beine Stellen. Bis 2018 geht es darum, gemeinsam mit Bürgern und Kulturschaffenden die Leitmotive und Inhalte für die Kulturhauptstadt zu erarbeiten.

Wichtige Fragen sind dabei:

  • Was macht unsere Stadt einzigartig?
  • Was wollen wir in Nürnberg verändern?
  • Welche Geschichten können wir in Nürnberg und der Metropolregion erzählen, die ganz Europa berühren?
  • Welche europäischen Partnerschaften bestehen in Nürnberg, mit denen die Kulturhauptstadt 2025 gestaltet werden kann?

Zunächst werden wir diese Fragen mit Ihnen beantworten und so die zentralen Themen der Kulturhauptstadt herausarbeiten. Im nächsten Schritt werden ein künstlerisches Konzept und Projekte entwickelt.


Der genaue Zeitplan

2017–2018

Bewerbungsbuch
Das Bewerbungsbuch ist bis zu 100 Seiten dick und auf Englisch zu verfassen: Es folgt einem Fragenkatalog, beschreibt zentrale Themen der Bewerbung und enthält das Motto, unter dem die Kulturhauptstadt 2025 an den Start gehen soll. Außerdem werden im Bewerbungsbuch Budget, Zeitplan und Kooperationspartner angegeben.

2019

Phase 1: "Pre-Selection"
Der erste Termin steht voraussichtlich Anfang des Jahres 2019 bevor: Hier werden wir das erste Bewerbungsbuch abgeben. Im Anschluss stellen alle Städte ihre Bewerbung einer europäischen Jury vor. Die Jury nennt auf einer "Shortlist" zwei bis fünf Städte, die weiter im Rennen um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ bleiben.

2020

Phase 2: "Selection"
2020 ist das Jahr der Entscheidung: Nachdem die nominierten Städte ihre Bewerbung überarbeitet haben, erhalten sie Besuch von der Auswahljury. Danach entscheidet sich, welche Stadt sich "Kulturhauptstadt Europas 2025" nennen darf.

Und was passiert, wenn Nürnberg nicht den Zuschlag bekommt?
Die Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas soll bereits für sich eine Wirkung für Nürnberg und die Region entfalten, ganz egal ob wir Kulturhauptstadt werden oder nicht. Darum werden erste Projekte bereits bis 2020 angestoßen.

2021–2025

Vorbereitungen
Jetzt geht es an die konkreten Vorbereitungen. In der Regel übernimmt ein unabhängig arbeitendes Büro die künstlerische Leitung und setzt das Bewerbungskonzept in die Tat um. Einiges kann sich in diesem Zeitraum noch verändern, das Motto und die Hauptthemen bleiben jedoch.

2025

Jahr der Kulturhauptstadt
Endlich ist es soweit! Jetzt wird umgesetzt, was die Jahre zuvor geplant wurde: Eine große Eröffnungsfeier stimmt auf die bevorstehenden zwölf Monate ein. Das Jahr ist mit einer Vielzahl an Kulturveranstaltungen und europäischen Projekten gespickt und die Kulturhauptstadt steht im Fokus des kulturellen Lebens Europas. Die Presse berichtet von Reykjavik bis Istanbul. In den sozialen Medien sind die beiden europäischen Kulturhauptstädte ein großes Thema. Europäer und Menschen aus aller Welt machen sich auf den Weg, um den Titelträgern einen Besuch abzustatten.

2026

Evaluation und Nachbereitung
2025 ist vorbei. Und was bleibt? Das Programm der Europäischen Kulturhauptstadt ist auf Nachhaltigkeit angelegt. Die angestoßenen Projekte sollen daher helfen, die langfristigen Ziele der Stadtentwicklung zu erreichen. Eine unabhängige Evaluation untersucht, welche Auswirkungen das Projekt auf die Stadt hatte, welche Ziele erreicht wurden und welche nicht.


Häufige Fragen zur Bewerbung (FAQ)

Was hat die Stadt Nürnberg bislang unternommen?

Bereits 2010 gab es erste Gespräche der Oberbürgermeister und Kulturreferenten der Städte Nürnberg und Erlangen, in denen die Möglichkeiten einer Bewerbung um den Titel "Kulturhauptstadt Europas" ausgelotet wurden. Daraufhin bildete sich eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Städten der Metropolregion. Es folgten Workshops, Diskussionen und immer wieder auch der Erfahrungsaustausch mit den Organisatoren anderer Kulturhauptstädte.

Am 11. Mai 2016 stand dann das Thema auf der Tagesordnung des Nürnberger Stadtrats. Dieser beauftragte die Verwaltung, Inhalte für eine mögliche Bewerbung zu prüfen und den personellen sowie finanziellen Aufwand zu ermitteln. Am 14. Dezember 2016 stimmte dann der Stadtrat mit großer Mehrheit für eine Nürnberger Bewerbung.

Seitdem wurden Themen diskutiert, Bewerbungen anderer Städte unter die Lupe genommen und die Bewerbungskriterien der EU analysiert. Im Mai 2017 nahm das Bewerbungsbüro seine Arbeit auf.

Was macht das Bewerbungsbüro?

Das Bewerbungsbüro "Kulturhauptstadt Europas 2025" koordiniert den Bewerbungsprozess. Es kümmert sich um Beteiligung, europäische Vernetzung, Kommunikation und Marketing und arbeitet an der Themenfindung für die Bewerbung. Außerdem betreut es die Erstellung des Bewerbungsbuchs, das rund 100 Seiten umfasst. Das Buch muss einen Fragenkatalog beantworten, der von der Europäischen Kommission festgelegt ist. 2019 wird es der Jury vorgelegt.

Das Bewerbungsbüro befindet sich in der Spitalgasse 1. Sie erreichen es telefonisch unter der Nummer (0911) 231 – 2025-0, oder per Kontaktformular.

Wer kann im Bewerbungsprozess seine Ideen einbringen?

Um eine Kulturhauptstadt zu stemmen, ist es wichtig, dass das Projekt von einem möglichst großen Teil der Stadtgesellschaft getragen wird. Die Bürger und die Kulturszene sind bereits bei der Erstellung des Bewerbungsbuchs gefragt. Bei der Themensuche können Sie bereits jetzt mitwirken. Im Jahr 2018 werden wir dann auf die Suche nach konkreten Projekten für unsere Bewerbung gehen. Hierbei werden sich Künstler, Kulturschaffende und Kulturhauptstadt-Interessierte beteiligen können.

Waren alle Anstrengungen umsonst, wenn sich Nürnberg nicht als Kulturhauptstadt durchsetzt?

Bei einer Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas geht es in erster Linie darum, eine Kultur-Vision für die Stadt zu entwickeln und diese langfristig umzusetzen. Es geht auch darum, ein nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept auf den Weg zu bringen, von dem Nürnberg auch ohne der Verleihung des Titels profitieren kann.

Wer sitzt in der Jury, die über die Bewerbungen entscheidet?

Die Jury besteht aus zwölf unabhängigen Sachverständigen aus dem Kulturbereich. Zwei Mitglieder stammen aus Deutschland, die übrigen aus anderen europäischen Ländern. Die Arbeitssprache der Jury ist Englisch.

Was kostet Nürnberg die Bewerbung?

Die Kosten lassen sich nur aus den Erfahrungen der anderen Kulturhauptstädte schätzen. Für die Bewerbungsphase bis 2020 rechnet die Verwaltung mit rund fünf Millionen Euro. Diese Mittel werden für Personalkosten, Öffentlichkeitsarbeit, Studien und für die Durchführung von Projekten benötigt.

Wenn die Stadt den Titel tatsächlich erhält, kommen weitere Kosten hinzu, die voraussichtlich im zweistelligen Millionenbereich liegen werden. Genaue Angaben lassen sich hierzu noch keine machen, weil sich der finanzielle Rahmen erst in der Bewerbungsphase konkretisiert. Aus dem Privatsektor werden Projektpartner und Sponsoren gesucht werden, die an der Realisierung des Jahres mitwirken. Die EU stellt über das Preisgeld von ca. 1,5 Mio Euro hinaus keine fest an den Titel gebundenen Fördermittel bereit.

Die Bewerbung um den Titel soll eine Investititon sein, die sich auszahlt.
Neben den positiven soziokulturellen Auswirkungen auf die Stadt hat die Bewerbung und die Verleihung des Titels auch ganz handfeste ökonomische Vorteile. So haben sich die Anzahl der Touristen bei fast allen Titelträgern nachhaltig erhöht. Die Städte profitieren von einem verbesserten Image als Kulturstandort mit hoher Lebensqualität.

Welche deutschen Städte bewerben sich noch?

Derzeit signalisieren die Städte Chemnitz, Dresden, Hannover, Hildesheim Kassel, Koblenz und Magdeburg Interesse an der Bewerbung um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025".
Auch in weiteren Städten, z.B. in Gera, Rostock und Zittau gibt es Initiativen, die sich für eine Bewerbung einsetzen.


Links und Dokumente zum Thema


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