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N2025 – Das sind unsere Themen

Eine Spray-Schablone bei einer Aktion zur Kulturhauptstadt-Bewerbung

Wir gehen mit drei Themen ins Rennen. Sie spiegeln Nürnbergs Vision für die Kulturhauptstadt wider: Wir wollen mit den Menschen in der Stadt und der Region eine neue Idee von Stadt und Europa entwickeln – einen Raum der Menschlichkeit und Gemeinschaft, einen Raum des Experimentierens, ein Labor für die Kultur und die Künste.

embracing humanity – Menschlichkeit als Maß

Nürnberg blickt auf eine blühende und zugleich wechselvolle Geschichte zurück. Schlagworte hierfür sind freie Reichsstadt, Humanismus, Reformation. Die Geschichte Nürnbergs wurde aber auch durch den Nationalsozialismus für propagandistische Zwecke genutzt. Nürnberg hat sich diesem historischen Erbe gestellt und aktiv mit der Vergangenheit auseinandergesetzt – zum Beispiel durch den Aufbau des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände, durch das Memorium Nürnberger Prozesse, durch den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis und die Straße der Menschenrechte.

Menschlichkeit als Maß: Nürnberg erinnert sich an seine Vergangenheit mit offenen Augen. Die aus dem historischen Erbe gewachsene Verantwortung verpflichtet die Stadt, Humanismus, Demokratie, Menschenrechte und Diversität mit Blick auf neue Maßstäbe weiterzuentwickeln. In diesem Prozess soll Nürnberg als europäische Stadt wegweisend sein.

exploring reality – Welt als Aufgabe

Wie führt der Mensch im 21. Jahrhundert ein sinnerfülltes, produktives und gutes Leben? Seit vielen hundert Jahren ist Nürnberg die Stadt der Visionärinnen und Visionäre, der Forscherinnen und Forscher, der Künstlerinnen und Künstler, mit intensiver Vernetzung in Europa und der Welt.

Exemplarisch stehen hierfür Martin Behaim mit dem ältesten überlieferten Erdglobus, Albrecht Dürer mit zwei 1515 veröffentlichten Sternkarten sowie das älteste humanistische Gymnasium und die älteste Kunstakademie im deutschsprachigen Raum.

Mit der transformatorischen Kraft seiner kulturellen DNA nutzt Nürnberg die neuen Chancen der Forschung und Digitalisierung und wird zum (ko-)kreativen Labor für Weltaneignung, Arbeit, Experiment, Spiel und Kunst.

evolving community – Miteinander als Ziel

Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb Nürnberg 1947 einen Wettbewerb unter Architekten aus und befragte rund 1.200 Menschen zu ihren Ideen für den Wiederaufbau der Altstadt. Dieses frühe Beispiel gemeinschaftlicher Stadtentwicklung kann Vorbild für die zukünftige Gestaltung der Stadt sein. Und in den 1960er und 1970er Jahren wurde die Idee der Soziokultur und der Kulturläden hier wesentlich entwickelt. Solche Ansätze gilt es neu zu denken, im Fall der Kulturläden zum Beispiel als Lernlabor für Stadtgesellschaft.

Nürnberg entwickelt sich zur lebendigen Stadt in der Region und in Europa, in der Infrastruktur und Kommunikation ausgebaut werden. Grenzen lösen sich auf: sprachlich, ethnisch, ökologisch, sozial, städtebaulich. Das urbane Zusammenleben wird als transkultureller Wachstumsprozess begriffen – friedlich, zukunftsorientiert und in aktivem Austausch, regional, europäisch, international.

Chancen und Herausforderungen

Die Bewerbung bietet die Chance, die Vielfalt von Kunst und Kultur in Nürnberg und der Region für Europa sichtbar zu machen und umgekehrt Kultur und Kunst aus ganz Europa einzuladen. Sie kann ein neues Gefühl des Zusammenhalts in der Stadtgesellschaft schaffen, das internationale Profil der Stadt stärken und die kulturelle Landschaft neu beleben. Dies soll Ideen generieren und Prozesse anstoßen, die in und für Europa nachhaltig positiv wirken.

Auf der anderen Seite stehen die Herausforderungen, mit denen sich Nürnberg wie viele Städte in Europa konfrontiert sieht: Migration, Globalisierung, Digitalisierung, ökologische Veränderungen, Stadtentwicklung und europäischer Zusammenhalt. Und es gibt Herausforderungen, die speziell Nürnberg als wachsende Stadt mit knapper werdenden Flächen und einer zunehmend diverseren Stadtgesellschaft angehen muss.


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