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Veranstaltungsreihe Kongresshalle 2021–2022

Gang im 2. Obergeschoss der Kongresshalle

Die Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände gehört
zu den größten baulichen Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus.
Der für 50.000 Anhänger Hitlers geplante Bau wurde 1935 begonnen,
aber nicht fertiggebaut. Die Kongresshalle steht damit zugleich für den
architektonischen Größenwahn der Nationalsozialisten wie für deren
Scheitern.

Bis heute befindet sich das Bauwerk größtenteils im Rohbauzustand.
Dennoch werden einzelne Bereiche bereits seit den 1940er
Jahren als Ausstellungs- und Lagerflächen genutzt. Mit den Nürnberger
Symphonikern und dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
sind zwei besucherstarke Kultureinrichtungen dort fest etabliert.
Im Rahmen der Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt Europas
entstanden Überlegungen, die kulturelle Nutzung der Kongresshalle
weiter zu vertiefen. Hierfür soll ein Teil des Rundbaus technisch
ertüchtigt werden, um verschiedene kulturelle Nutzungen zu ermöglichen.

Zusätzlich prüfte die Opernhaus-Kommission des Nürnberger
Stadtrats die Eignung von Rundbau und Innenhof der Kongresshalle
als Standort für eine Ausweichspielstätte für die Zeit der notwendigen
Sanierung des Opernhauses. Dem großen öffentlichen Interesse an den
kulturellen Nutzungen trägt der Geschäftsbereich Kultur der Bürgermeisterin
durch eine Reihe von Informations- und Austauschveranstaltungen
von November 2021 bis Februar 2022 Rechnung.

Der Besuch der meisten Veranstaltungen ist kostenfrei.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist nach den 2G-Zugangsregeln möglich. Es ist jedoch notwendig, sich vorher elektronisch hierfür anzumelden: Auf der Internetseite müssen Sie sich kostenlos mit Ihren Kontaktdaten registrieren.

Allgemeine Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie per E-Mail oder telefonisch dienstags bis freitags zwischen 9:00 Uhr und 13:00 Uhr unter 0911 / 231-20282.


13. November 2021, 10–14 Uhr: Try out Kongresshalle

Ort: Parkplatz Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstr. 110, 90478 Nürnberg
Rundgangsdauer: 60 Minuten

In geführten, kostenlosen Rundgängen werden künftige potentielle Nutzergruppen aus Kunst und Kultur über Zustand und Geschichte der Kongresshalle informiert.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Innenbereichen der Kongresshalle um einen Rohbau handelt und diese nicht barrierefrei zugänglich sind. Da Treppen in großer Höhe betreten werden, sollte man schwindelfrei sein. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Die Teilnehmerzahl je Rundgang ist begrenzt.


20. November 2021, 10–16 Uhr: Open up Kongresshalle

Ort: Parkplatz Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstr. 110, 90478 Nürnberg
Rundgangsdauer: 60 Minuten

In geführten, kostenlosen Rundgängen wird über die Potentiale für eine kulturelle Raumnutzung informiert und diese in den historischen Zusammenhang der Geschichte der Kongresshalle eingebettet. Einblicke in sonst allgemein nicht zugängliche Bereiche des Rundbaus sollen Perspektiven für zukünftige Nutzungen eröffnen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Innenbereichen der Kongresshalle um einen Rohbau handelt und diese nicht barrierefrei zugänglich sind. Da Treppen in großer Höhe betreten werden, sollte man schwindelfrei sein. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Die Teilnehmerzahl je Rundgang ist begrenzt.


26. November 2021, 13–17 Uhr: Fachwerkstatt "Kongresshalle Nürnberg – Potentiale für die Stadtentwicklung"

Ort: Meistersingerhalle, Konferenzraum 6, Münchner Str. 21, 90478 Nürnberg

Der nichtöffentliche Fachworkshop "Kongresshalle Nürnberg – Potentiale für die Stadtentwicklung" widmet sich der stadträumlichen und stadtstrategischen Einbettung sowie den Potentialen für angrenzende Stadtquartiere und arbeitet die Synergieeffekte einzelner Institutionen heraus, um beispielsweise auch die stadtplanerischen bzw. stadträumlichen Entwicklungen im Zuge des Baus der Technischen Universität und Erschließung Lichtenreuths in das Nutzungskonzept einbringen zu können. Wichtige Multiplikatoren und geladene Stakeholder aus Kultur, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Bevölkerung nehmen an diesem partizipativ angelegten Format, das an den zurückliegenden Prozess des "INSEK Südost" aus dem Jahr 2015 anknüpft, teil.


30. November 2021, 17–21 Uhr: World Café Kongresshalle

Ort: Meistersingerhalle, Foyer, Münchner Str. 21 (Eingang Großer Saal / Schultheißallee), 90478 Nürnberg
Bitte beachten Sie den kurzfristigen Ortswechsel: Die Veranstaltung findet im Foyer (und nicht wie zuvor angekündigt im Konferenzraum 6) der Meistersingerhalle statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten Gelegenheit, aus unterschiedlichen Blickwinkeln über die Zukunft der Kongresshalle zu diskutieren: Von der Erinnerungskultur über die Bedingungen einer kulturellen Nutzung bis hin zum Umgang mit historisch belasteter Architektur soll der Bogen gespannt werden. An Thementischen stehen Fachleute zum Austausch zur Verfügung. Eine moderierte Diskussion soll schließlich verschiedene Standpunkte aufzeigen und zur Meinungsbildung zum künftigen Umgang mit der Kongresshalle beitragen. Die Veranstaltung ist der Auftakt für einen intensiven Bürgerdialog, der 2022 vertieft werden wird.


3. Dezember 2021, 18–20 Uhr: Podiumsgespräch: Erinnerungskultur(en). Neue Wege in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus

Ort: live über den YouTube-Kanal NürnbergKultur https://youtu.be/q6uw_LqAgLE

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung nicht in Präsenz stattfindet, sondern live übertragen wird. Das Podiumsgespräch ist ab 18 Uhr auf dem YouTube-Kanal NürnbergKultur unter https://youtu.be/q6uw_LqAgLE abrufbar (hierfür ist keine Anmeldung auf YouTube nötig). Interessierte können sich auch direkt mit ihren Fragen an die Diskutierenden wenden. Um sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen und im Live-Chat Fragen zu stellen, ist eine Anmeldung über ein eigenes Google- oder YouTube-Profil erforderlich.

Ausgewählte Fachleute auf lokaler, überregionaler und europäischer Ebene diskutieren über Formen und Veränderungen der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit am Beispiel des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg. Dabei wird auch die Rolle von Kunst und Kultur thematisiert und welche Chancen und Risiken hier für unsere plurale Gesellschaft bestehen.

Teilnehmende: Prof. Dr. Charlotte Bühl-Gramer (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats Erinnerungsort ehemaliges Reichsparteitagsgelände), Dr. Axel Drecoll (Direktor Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Erinnerungsort ehemaliges Reichsparteitagsgelände), Prof. Dr. Meron Mendel (Direktor Bildungsstätte Anne Frank), Prof. Dr. Claus Leggewie (Justus-Liebig-Universität Gießen, derzeit Honorary Fellow im Thomas Mann House in Los Angeles); Moderation Michael Husarek (Chefredakteur Nürnberger Nachrichten).


26. Januar bis 28. Februar 2022: "NACHdenken, ÜBERdenken – NEUdenken?"

Ausstellung in Kooperation mit Stadtplanungsamt der Stadt Nürnberg
Orte: Offenes Büro, Lorenzer Str. 30, 90402 Nürnberg und im K:osk93 des Künstlerhauses, Glasbau, Erdgeschoss

Künstlerischer Entwurf zu einer möglichen zukünftigen Neugestaltung der Kongresshalle

Bild: Samir El Kordy

Die architektonischen Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus in Nürnberg stellen eine permanente Provokation dar – wie die Publizistin und Literaturwissenschaftlerin Rachel Salamander formulierte; eine Provokation, die zumal mit Blick auf das ehemalige Reichsparteitagsgelände gerade heute zur Auseinandersetzung herausfordert. Wie mit dem Erbe umzugehen sei, wurde in den vergangenen Jahrzehnten durchaus kontrovers diskutiert. Und während Politik und Verwaltung vor allem einen pragmatisch-zurückhaltenden Modus des Umgangs verfolgten, haben Künstler*innen und Architekt*innen provozierende und radikale Wege der Aneignung beschritten.

Die Ausstellung NACHdenken, ÜBERdenken – NEUdenken? geht auf Spurensuche und präsentiert Positionen der künstlerisch-architektonischen Reflexion auf die Kongresshalle. Neben älteren Plänen zur Nutzung der Kongresshalle als Sportstadion und Einkaufs- und Eventzentrum werden filmische, fotografische und plastische Arbeiten vorgestellt; u.a. von Alexander Kluge, Bernhard Prinz und Winfried Baumann. Peter Weidenhammer zeigt seine Überlegungen zu einem Ausstellungspavillon aus dem Jahre 1995 und die Ideen zu einem allmählich zerfallenden Sammlungsmuseum nationalsozialistischer Kunst in der Kongresshalle. Der ägyptische Architekt Samir El Kordy präsentiert die Kongresshalle als zeitgenössischen Ort für die Künste und Kulturen der Welt, aufgespannt zwischen Kino und aktueller Mode, Billboard, Diskussionsforum und Ausstellungsraum. Im Offenen Büro werden die architektonischen Pläne von Artemi Rashba, Jasna Kajevic und Filippo Brambilla gezeigt – Sommerbühne, Akademie des Lehrens, Denkens und Lernens, Wohngebäude. Darüber hinaus stellen sechs Masterstudierende des Studiengangs Architektur der Hochschule Biberach aus der Klasse Prof. Matthias Loebermann ihre aktuellen Überlegungen zur Nutzung der Kongresshalle vor.

Die Doppelausstellung im K:osk93 und im Offenen Büro des Stadtplanungsamtes zeigt, wie vielfältig der Blick auf die provozierenden Architekturrelikte des Nationalsozialismus ist. Sie versteht sich als Beitrag zur Debatte um die zukünftige Nutzung der Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände.

Ausstellungsort K:osk93

K:osk93 im Künstlerhaus (Glasbau, Erdgeschoss), Königstraße 93, 90402 Nürnberg, Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr, Mittwoch 11 bis 20 Uhr, Eintritt frei

Ausstellungsort Offenes Büro

Offenes Büro des Stadtplanungsamtes, Lorenzer Straße 3, 90402 Nürnberg, Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Freitag 12 bis 18 Uhr, Eintritt frei

Zum Ausstellungsbesuch gelten die aktuellen Vorschriften des Infektionsschutzes.


Rückmeldungen von Besucherinnen und Besuchern zu einer möglichen zukünftigen Nutzung der Kongresshalle

Alle Rückmeldungen können Sie sich als PDF-Dokument herunterladen:

Herr Prof. Dr. Wagner

Leiter Stabstelle Ehemaliges Reichsparteitagsgelände


Telefon 09 11 / 2 31-2 02 51

Telefax 09 11 / 2 31-47 57

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