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Ergebnis Ideen- und Realisierungswettbewerb Konversionsfläche Brunecker Straße - Nürnbergs neuer Süden

Online-Beteiligung

Diskutieren Sie mit!
Vier Wochen lang, vom 24.11. bis 23.12.2015, können Sie sich online beteiligen. Ihre Ideen, Fragen und Anregungen können Sie unter "neuersueden.nuernberg.de" einbringen und mit uns und anderen Beteiligten teilen.
Gestalten Sie Nürnberg mit - wir freuen uns darauf!

Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung (FNP-Änderung, Brunecker Straße)

Im Rahmen der Frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch zu Planungsalternativen des Flächennutzungsplans der Stadt Nürnberg mit integriertem Landschaftsplan (FNP), 8. Änderung, Bereich Brunecker Straße, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Stellungnahme vom 25.11. bis 23.12.2015 abzugeben.

Rang 1: Wettbewerbsentwurf des Büros West8 nach Überarbeitung:

Detaillierte Informationen zum Wettbewerbsergebnis finden Sie über den folgenden Link (Sprungmarke):

Historie des Wettbewerbsverfahrens:

Ziele:

Ziel des Wettbewerbs auf dem ca. 90 ha großen Areal ist die Planung eines neuen Stadtquartiers mit einer Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Grünflächen. Das Ergebnis soll ein Planungskonzept sein, welches eine hohe Stadtraum- und Gestaltqualität unter Berücksichtigung ökologischer und nachhaltiger Themen gewährleistet. Der städtebauliche Wettbewerb soll eine tragfähige Vision zur künftigen Nutzung des Areals liefern, und damit auch die erforderliche Dynamik zur städtebaulichen Entwicklung des Areals in Gang setzen.

Stufenkonzept:

Grundlage des Wettbewerbs bildet das Stufenkonzept des Büros AS&P Albert Speer und Partner GmbH, welches im Stadtplanungsausschuss am 27.03.2014 vorgestellt wurde. Insgesamt sind 4 unterschiedliche Module vorgesehen, die zeitlich unabhängig voneinander entwickelt werden können.

Das Modul 1 in der Nachbarschaft zum Hasenbuck soll als Wohnstandort den Anfang machen, das Modul 2 an der Ingolstädter Straße soll in Nachbarschaft zum Möbelhaus XXXLutz Nürnberg und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als Dienstleistungs- und Gewerbestandort den Eingang ins Gebiet nach Norden markieren, Modul 3, zum DB Ausbesserungswerk und zum Rangierbahnhof orientiert, ist aus Gründen des Lärms für Wohnen nicht geeignet, soll deshalb ein Gewerbestandort werden und kann optional auch für die Erweiterung der Messe dienen. Das Modul 4 soll in zwei Varianten dargestellt werden, um einen flexiblen Entwicklungsspielraum in der Zukunft zu ermöglichen. In der Variante A ist der Schwerpunkt auf Wohnen gelegt, in der Variante B sollen vermehrt Dienstleistungs- und Gewerbenutzungen dargestellt werden.

Der neue ca. 90 ha große Stadtteil soll mit der Verlängerung der Linie 8 zentral erschlossen werden und so in den Genuss einer leistungsfähigen Anbindung an den ÖPNV kommen. Die Linienführung ist Teil der Wettbewerbsaufgabe und soll die Funktionen optimal miteinander verbinden. Der Wettbewerbsteilnehmer kann dabei eine von zwei möglichen Straßenbahntrassen wählen, die das Wettbewerbsgebiet mit der bestehenden Linie 8 in der Allersberger Straße verbinden.

Es sollen ca. 28-32 ha öffentliche Grünflächen entstehen, die grüne Mitte soll dabei ein Stadtteilpark mit einer Größe von rund 7 ha bilden. Besonderer Wert wird auf Themen wie die Freiraumqualität, die Regenwasserbewirtschaftung und der nachhaltige Umgang mit Energie gelegt. Das Ergebnis soll ein wichtiger Beitrag zu einer CO2-neutralen Entwicklung des Gebietes sein. Ein besonderer Stellenwert gilt dem Lärmschutz. In Nachbarschaft zu Rangierbahnhof, Railport, lärmintensiven Gewerbebetrieben, der vielbefahrenen Münchener Straße und der U-Bahntrasse gelegen wird dem Thema der Lärmbewältigung eine zentrale Bedeutung zukommen. Wie wird es gelingen hier trotzdem gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse zu schaffen?

Vorbereitung:

Im ersten Schritt wurden die Inhalte der Aufgabenstellung zusammen mit Verwaltung und Fachleuten in drei Workshops erarbeitet. Die Themen wurden im Juni/Juli 2014 in drei Komplexen mit den Titeln „Freiraum, Altlasten, Bodenmanagement und Energie“, „Verkehr, Lärm“ und „Immobilienwirtschaft“ zwischen aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, der Stadt Nürnberg und Experten intensiv diskutiert. Die Resultate wurden in die Auslobung mit eingearbeitet. Am 1. August 2014 fand ein Workshop, auf Einladung des Bürgervereins Hasenbuck, mit Anwohnern und interessierten Bürgern statt, bei dem über verschiedene Themen rund um den Wettbewerb, die Weiterentwicklung des Gebietes und die Wünsche und Bedürfnisse der Anlieger intensiv diskutiert wurde (eine Dokumentation darüber finden Sie am Seitenende als Download). Die Fülle der Anregungen und Stellungnahmen wurden in einem Protokoll dokumentiert, das die Wettbewerbsteilnehmer erhalten haben. Die Ergebnisse der Workshops sind in die Auslobung eingeflossen (eine Zusammenfassung der Auslobung finden Sie am Seitenende als Download).

Wettbewerbsergebnis:

Aus 65 Teams aus ganz Europa, die sich für den Wettbewerb beworben hatten, wurden durch ein Auswahlgremium 12 Teams für die Wettbewerbsbearbeitung ausgewählt.
Die Teams bestanden jeweils aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsplanern. Am 24. April hat das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Pesch die 12 eingegangenen Arbeiten beurteilt. Mitglieder des Preisgerichts waren Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Vertreter der Aurelis, weitere Stadtverwaltung und der Stadtratsfraktionen, der Bürgerverein sowie Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten. Das Preisgericht hat entschieden, drei Arbeiten jeweils gleichrangig mit dem zweiten Preis auszuzeichnen.

2. Preis:

ASTOC GmbH & Co. KG Architects and Planners, Köln / realgrün Landschaftsarchitekten BDLA, München

2. Preis:

West 8 urban design & landscape architecture b.v., Rotterdam

2. Preis:

Schellenberg + Bäumler Architekten GmbH, Dresden / Adler & Olesch
Landschaftsarchitekten GmbH, Nürnberg

Die Wettbewerbsergebnisse waren vom 08. bis 21. Mai 2015 auf dem Quelle-Areal in der Fürther Straße 215 zu sehen. In der Zeit vom 22. Mai bis 19. Juni 2015 waren diese in den Schaufenstern des ehemaligen Kaufhofs am Aufseßplatz ausgestellt.
Das Preisgericht hat der Aurelis empfohlen, diese drei Gewinnerentwürfe von den Büros überarbeiten zu lassen.

Wettbewerbsergebnis nach Überarbeitung:

In der Beratungssitzung des Auswahlgremiums vom 30.07.2015 wurden die drei überarbeiteten Arbeiten beurteilt. Die Rangfolge sieht wie folgt aus:

1. Rang:

West 8 urban design & landscape architecture b.v., Rotterdam

2. Rang:

ASTOC GmbH & Co. KG Architects and Planners, Köln / realgrün Landschaftsarchitekten BDLA, München

3. Rang:

Schellenberg + Bäumler Architekten GmbH, Dresden / Adler & Olesch Landschaftsarchitekten GmbH, Nürnberg

Die Arbeiten der drei Preisträger sind montags bis freitags jeweils von 8:00 bis 17:00 Uhr im 1. OG des Stadtplanungsamtes, Lorenzer Straße 30, zu sehen.

Das weitere Planverfahren:

Der überarbeitete Entwurf des Büros West 8 wird der weiteren Planung zugrunde gelegt und die Basis der verbindlichen Bauleitplanung werden. Das Gebiet soll in mehrere Bauleitpläne aufgeteilt werden, um zeitlich unabhängig voneinander Baurecht schaffen zu können. Als erstes soll das Modul 1 mit Wohnen entwickelt werden.
Die nächsten, qualitätsbestimmenden Planungsschritte vor dem Eintreten in die Realisierung sollen von einem Fachgremium begleitet werden, das aus Mitgliedern des Preisgerichts gebildet wird. Als Voraussetzung für eine erfolgreiche Realisierung des Entwurfs soll eine Road Map erarbeitet werden, in der insbesondere die schrittweise Entwicklung der Grünverbindung vom Hasenbuck zum Dutzendteich und der Umgang mit den bestehenden Gewerbebauten zu klären wären.

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