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Ergebnis städtebaulicher Ideen- und Realisierungswettbewerb für das Gelände des ehemaligen Quelle-Versandzentrums

Als Folge der im Oktober 2009 eingetretenen Insolvenz der Quelle GmbH stellt sich die Aufgabe, für das Gelände des ehemaligen Versandzentrums neue Nutzungen zu finden. Das Areal, das insgesamt ca. 10,9 ha umfasst, besteht aus dem Kerngrundstück an der Fürther Straße mit dem darauf befindlichen ehemaligen Versandgebäude und den als Parkplatz genutzten Teilflächen.

Im April 2011 wurde ein städtebaulicher Ideen- und Realisierungswettbewerb ausgelobt, um ein überzeugendes städtebauliches und freiraumplanerisches Gesamtkonzept zu entwickeln. Dabei wurde der Bereich des ehemaligen Versandzentrums als Ideenteil, die umgebenden Teilflächen als Realisierungsteil behandelt.
Für alle Teilflächen galt es, eine städtebauliche und freiraumplanerische Konzeption zu entwickeln, die die vorgeschlagenen Nutzungsstrukturen und die geplanten baulichen Strukturen aufzeigt. Dabei sollten mindestens 40 % der Wohnflächen als Familieneigenheime dargestellt werden. Der Bedarf an gefördertem Wohnraum, beispielsweise für Familien oder ältere Menschen, sollte angemessen berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollten öffentliche Grün- und Freiflächen unter Einbindung in ein integriertes Freiraumkonzept geschaffen werden. Gewerbliche Nutzung ist in Teilbereichen denkbar, sofern geplante bzw. bestehende Wohnnutzungen nicht beeinträchtigt werden. Ein attraktives Quartier mit einem Nutzungsmix aus Gewerbe, Wohnen, sowie öffentlichen Freiflächen und entsprechender Infrastruktureinrichtungen wird angestrebt.

Der im April 2011 ausgelobte städtebauliche Ideen- und Realisierungswettbewerb "Ehemaliges Quelle Areal", zu dem 10 Architekturbüros aus ganz Deutschland eingeladen wurden, ist entschieden. Unter dem Vorsitz von Prof. Christiane Thalgott wählte die Jury am 09. November 2011 den Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Rössner + Waldmann Architekten, Erlangen und Franke + Messmer Architekten, Emskirchen sowie dem Landschaftsarchitekturbüro Tautorat, Fürth als ersten Preisträger aus. Das Preisgericht empfahl der Stadt Nürnberg einstimmig, den ersten Preis zur Grundlage der weiteren städtebaulichen Entwicklung zu machen.
Für Bau- und Planungsreferent Wolfgang Baumann bietet der Entwurf des 1. Preisträgers einen klaren Rahmen und eine hervorragende Grundlage für die weitere Arbeit: "Die Herausforderung wird sein, wie man das ehemalige Versandzentrum zukunftsfähig und qualitativ hochwertig mit Leben füllt – dafür ist der Siegerentwurf eine robuste Leitlinie. Zudem bietet er tolle Möglichkeiten für das Quartier mit bis zu 450 neuen Wohneinheiten und 1,3 Hektar neuen Grünflächen. Diese Chancen zu nutzen, dafür bietet der preisgekrönte Entwurf beste Voraussetzungen."

Alle eingereichten Wettbewerbsentwürfe wurden vom 15. November 2011 bis 26. November 2011 im ehemaligen Quelle Versandhaus, Fürther Straße 205, ausgestellt.

1. Preis:

Arbeitsgemeinschaft
Rössner + Waldmann Architekten, Erlangen
Franke + Messmer GbR Architekten, Emskirchen
Landschaftsarchitekturbüro Tautorat, Fürth

2. Preis:

Arbeitsgemeinschaft
trappe & hellmund architekten, Dresden und Berlin
Büro für Stadtplanung Dr. Ing. W. Schwerdt, Dessau-Rosslau
Boris Krmela (Dipl.-Ing. Architekt für Stadtplanung) und Sigrun Langner (Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt), Station C23 – Büro für Architektur, Landschaftsarchitektur und Städtebau, Leipzig

3. Preis:

Arbeitsgemeinschaft
Christoph Langhof (Prof. Dipl.-Ing. Architekt), Langhof Architektur, Berlin
Claus Herrmann (Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt) hoch C Landschaftsarchitektur, Berlin
Dr. Rainer Emenlauer (Stadtplaner), ProStadt Gesellschaft für Projektsteuerung im Städtebau mbH, Berlin

Weitere Informationen zum Wettbewerb:

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