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Bildungsmanagement – Ein bundesweit einmaliges Modellvorhaben

Das Aufgabenspektrum vieler Schulen hat sich in den letzten Jahren rasant erweitert. Stichworte dabei sind ganztägige Betreuung, Stadtteilorientierung, Öffnung von Schule, Netzwerkarbeit, Ganzheitlichkeit von Bildung und Erziehung, um nur einige zu nennen. Auch machen weit reichende Veränderungen in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen und die Anwesenheit vieler Familien mit Migrationshintergrund gerade in den städtischen Ballungsräumen weitere Bildungs- und Erziehungsanstrengungen nötig. Die Übernahme dieser Aufgaben- und Funktionserweiterungen zieht umfangreiche konzeptionelle, administrative, organisatorische und pädagogische Anforderungen nach sich. Der Bürgermeister Geschäftsbereich Schule der Stadt Nürnberg unterstützt modellhaft zwei Schulen die sich dieser zusätzlichen Aufgaben stellen, durch die Einrichtung eines „Bildungsmanagements”.

Beseitigung von Chancenungleichheiten

Das Bildungsmanagement hat den Auftrag, gemeinsam mit allen Beteiligten an und im Umfeld der Schule den Ist-Zustand festzustellen, zu beschreiben und daraus Aktivitäten zur Beseitigung von Chancenungleichheiten zu entwickeln und umzusetzen. Das Ziel ist die Entwicklung einer Gemeinschaftsstrategie für den Sozialraum der Schule - im Sinne eines lokalen Bildungs- und Integrationsmanagements.

Das Nürnberger Bildungsmanagement betrifft nicht das Kerngeschäft von Schule - Unterrichten, Leistungsfeststellung, Leistungsbeurteilung und Erziehung im Rahmen des Unterrichts - dafür bleiben Lehrkräfte, Lehrpläne und rechtliche Strukturen verantwortlich. Bildungsmanagement setzt dort ein, wo Schule zusätzliche Aufgaben und Funktionen zum Wohle der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen wahrnimmt, beispielsweise bei:

  • der ganztägigen Betreuung und Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • der Steuerung, Betreuung und Auswertung von ergänzenden Bildungsangeboten
  • der Reaktion auf aktuelle Entwicklungen in Schule und Gesellschaft
  • der Unterstützung von Kindern und Erziehungsberechtigten bei Übergängen in unterschiedliche Bildungsinstitutionen, innerhalb des Schulsystems und darüber hinaus
  • der Zusammenarbeit mit außerschulischen Fachdiensten, Fachleuten
  • der Bildung von Netzwerken mit anderen Bildungseinrichtungen
  • der Anpassung des Schulprofils an veränderte Bedingungen

Zur Verwirklichung dieses Auftrags ist Bildungsmanagement angewiesen auf Zusammenarbeit mit

  • der Schulleitung, dem Kollegium der Schule und schulischen Gremien
  • der Schulverwaltung (städtisch und staatlich)
  • außerschulischen Partnern und Bildungsträgern und Einrichtungen im Stadtteil

Seit dem Schuljahr 2006/07 werden an der Konrad-Groß-Schule erste Erfahrungen mit dieser Arbeitsform gesammelt. Ab dem Schuljahr 2007/08 kam die Ludwig-Uhland-Schule dazu.

Koordinator Schule-Jugendhilfe im Geschäftsbereich Schule der Stadt Nürnberg


Günter Ebert

Telefon: 09 11 / 2 31- 2248

Telefax: 09 11 / 2 31- 7450

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